Seit über 30 Jahren ein Paar: die Hot-Chilli-Betreiber.
Gado Gado: Gemüse und Erdnuss-Sauce gemischt.
Das Gemüse für das Gado Gado wird blanchiert.
Viel frisches Gemüse kommt in den balinesischen Salat.
Eingespieltes Team am Herd: Ayu Saraswati und Rendi Sutano. Beide stammen aus Indonesien. Sie bereiten das Nationalgericht Gado-Gado zu. © Achim Schmidt
Asiatisch-modern: das Hot Chilli in Wörthsee.
Hot-Chilli-Team (v.l.) Chefkoch Sutano, Köchin Kaoutar Benchikh, Inhaberin Ayu Saraswati, Koch Johannes Baumann.
Passt zum Gado Gado: gebratener Tofu und Eier.
Wörthsee – Die indonesische Küche ist ein geschmacksintensives Zusammenspiel aus süßen, sauren, salzigen und scharfen Aromen. Ein typisches Gericht ist das Gado Gado. Ein Salat mit Erdnuss-Sauce. Es gibt nicht das eine Gado-Gado-Rezept. „Jede Familie hat ihr eigenes Rezept“, sagt Ayu Saraswati. Sie ist auf Bali aufgewachsen und lernte dort ihren späteren Mann Willy Müller kennen. 1995 ist sie mit ihm in den Landkreis Starnberg gezogen.
Ayu konnte kein Wort Deutsch, als sie nach Deutschland kam. Heute spricht sie die Sprache beinahe akzentfrei. „Ich bin in den ersten Monaten jeden Tag vom Fünfseenland nach Schwabing zum Deutschkurs gefahren.“ In den Pausen stöberte sie in Buchläden. Nach Kochbüchern. „Mit ihnen lernte ich Deutsch.“ Denn das Kochen war das, was sie anfangs am meisten vermisste: „Gemeinsam am Herd stehen. Das ist für mich ein Heimatgefühl.“ Ihr erstes Gericht in Deutschland: ein Schweinsbraten. Ein Rezept aus einem ihrer ersten Kochbücher. Gastronomin zu werden – für Ayu Saraswati damals kein Thema.
Dieser Geschäftszweig entwickelte sich erst mit den Jahren: Aus dem Kochen für Freunde entstand erst ein kleines Catering-Unternehmen. Mundpropaganda war in den Anfängen ihre beste Werbung. Irgendwann wurde die Arbeit für sie allein zu viel. Ehemann Willy Müller stieg ins Geschäft mit ein. Die Konsequenz 2014: das erste eigene Lokal in Gilching.
Seit 2023 bewirtschaftet das Ehepaar nun das Steinebacher in Wörthsee. Direkt am S-Bahnhof. „Hier kochen wir nicht nur gegen das Fernweh, sondern auch gegen das Heimweh.“ Das Hot Chilli ist bei Indonesiern sehr beliebt. Indonesisches Essen als Lebensgefühl. Wer das erleben möchte, muss sich nicht erst in den Flieger setzen, sondern mit der S-Bahn ins Fünfseenland fahren.
Das Essen soll hier ein echtes Erlebnis sein. werden. Ayu und ihr Chefkoch, der von der Insel Java stammt, kochen authentisches Essen, das sie modern interpretieren. Rendi Sutano sagt: „Wir diskutieren oft über den Geschmack.“ Denn Indonesisch ist nicht auf jeder Insel gleich. Indonesien besteht aus über 17.000 Inseln. Erdnuss-Sauce ist nicht gleich Erdnuss-Sauce. Allein im Hot Chilli servieren sie vier verschiedene. „Alles ist frisch, nichts kommt aus der Dose.“ Wie sie das in dre Heimat gelernt haben.
Das Hot Chilli im Steinebacher
liegt direkt am S-Bahnhof Wörthsee. Bahnhofstraße 2 in 82237 Wörthsee. Telefon (08153) 9 97 01 20. Geöffnet: Mittwoch bis Samstag 17 bis Mitternacht, am Sonntag von 9.30 bis 14 Uhr sowie ab 17 Uhr.