MEIN KÜCHENGEHEIMNIS

Coole Ideen für heiße Tage

von Redaktion

Cooler Mix: Kefir, Sauerkirschen und Walnüsse.

Lieben die Kräuterküche: Richarda Berendson mit ihrer Hündin Yasu im Garten vor den Brennnesseln.

Das Mädesüß blüht gerade. Es duftet nach Honig.

Nur Wasser ist langweilig: Richarda Berendson (41) aus Chieming aromatisiert ihr Getränk an heißen Tagen mit vielen frischen Kräutern. Das tut gut und schmeckt. © Astrid Schmidhuber

Chieming – „In der Natur steckt so viel Power. Gerade jetzt im Hochsommer.“ Richarda Berendson steht in ihrem Garten im Chiemgau, freut sich über die nützliche Blütenpracht und zupft beherzt Brennnesseln. „Die Brennnessel steckt voller Vitamine und sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe. Sie ist unser heimisches Superfood.“ Zudem enthalten die Samen reichlich Eiweiße. „Die Samen kann man jetzt gut ernten.“ Bei den weiblichen Pflanzen seien sie größer. Sie enthalten mehr Inhaltsstoffe. Geröstet passen sie super über Müsli, den Salat oder Nachspeisen. „Sie schmecken leicht nussig und geben den Gerichten einen gewissen Crunch.“ Wegen ihrer Vielseitigkeit nennt Richarda Berendson die Brennnessel ihre Lieblingspflanze. Für sie ist die grüne Brennnessel-Pflanze ein „guter Gegenpol zum trendigen Matcha aus Japan und mindestens genauso gesund“.

Aber auch das Mädesüß lässt sich toll in der Küche verarbeiten. „Die Pflanze hat nichts mit Mädels zu tun“, sagt die Chiemgauerin. Mädesüß oder Wiesenkönigin, wie die weißen Dolden auch genannt werden, wachsen bevorzugt auf Feuchtwiesen. Sie haben einen leicht süßlichen Geschmack und verfeinern in der Küche Milchprodukte. Aber nicht nur wegen seines Geschmacks wird das Mädesüß gerne verarbeitet. Richarda Berendson erklärt: „Die weißen Blütendolden enthalten Salicylsäure. Diese lindert Schmerzen und senkt Fieber.“ Aus dieser Salicylsäure entstand das synthetisierte Aspirin.“

Wilde Kräuter, Gesundheit und gutes Essen im Slow-Food-Style sind die Themen von Richarda Berendson. Groß geworden ist sie in Reit im Winkl. „Ein richtiges Gastro-Kind“, erzählt sie über sich. Deshalb habe sie sich nach der Schule zunächst auch für eine Tourismus-Ausbildung in Salzburg entschieden und einige Jahre in der Hotellerie gearbeitet.

Gesundheit und Ernährung interessierten die Chiemgauerin zudem. Sie machte deshalb eine Heilpraktiker-Ausbildung, beschäftigt sich intensiv mit Kräutern. Jetzt darf sie sich „Praktiker für angewandte Pflanzenheilkunde“ nennen.

Kräuter verbinden für sie alles. Sie sind kleine Alleskönner („Gesundheit ist mir wichtig.“) und sorgen für Geschmack bei vielen Gerichten. Auch ein wichtiger Punkt für die Chiemgauerin, denn auch Kochen liegt ihr am Herzen. In ihren Kursen gibt Richarda Berendson ihr Wissen weiter: Sie verarbeitet Brennnessel und Co. zu Salben oder Tees und fermentiert Gemüse.

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