Die Rechnung geht niemals auf
Ein Mann trägt bei einer Demonstration gegen den nördlichen Teil des Brenner-Nordzulaufs eine Weste mit der Aufschrift „Brenner DBakel“.
Zum Bericht „Brenner-Zulauf: Entscheidung vertagt“ (Politikseiten):
Wie es halt bei so Sendungen ist: Jeder hat was zu sagen und rauskommen tut nicht so viel. Was mich positiv stimmt, ist die Aussage von Staatssekretär Lange, dass die Kosten nochmal auf den Prüfstand kommen. Die bisherige Schätzung ist schon so alt, dass man mit wesentlich mehr Ausgaben rechnen muss. Und dass diese Rechnungen nicht aufgehen, sieht man an Stuttgart 21, an der zweiten Stammstrecke München oder am Berliner Flughafen. Wir können nur hoffen, dass hier auch richtig gerechnet wird.
Dass der Bürgermeister von Kiefersfelden, Hajo Gruber, für einen Neubau der Bahnstrecke ist, ist klar. Die Gemeinde Kiefersfelden wird nicht viel vom Lärm und vom Schutt mitbekommen. Die gesamte Strecke wird untertunnelt. Den Aushub bekommen die vorgelagerten Gemeinden wie Oberaudorf oder Flintsbach. Und dann kommt Stefan Voit vom Bündnis ProBahn mit der Behauptung, dass die größte Belastung durch den Feinstaub kommt. Hat dieser Herr Voit eigentlich mitbekommen, dass die gesamte Welt auf E-Mobilität umstellt? Der Feinstaub und auch der CO2-Ausstoß, den der Bau des BBT und der Vorlaufstrecken erzeugt, werden nie und nimmer durch die Fahrten mit der Bahn eingespart werden können.
Eine Spedition, die ihre Flotte auf E-Lkw umstellt, wird mit Sicherheit nicht den Lkw auf die Schiene bringen, sondern nach wie vor auf der Straße fahren. Wie viel des tatsächlichen Lkw-Verkehrs ist überhaupt notwendig? Würde man die Lkw von der Straße nehmen, die nur zum Teil beladen sind oder Leerfahrten machen (weil keine Ladung vorhanden ist oder der Lkw woanders gebraucht wird), wäre ein großer Teil der Autobahnen erheblich freier. Das wäre ein wichtiger Ansatzpunkt. aber wie gesagt: Gred werd vui!
Oberaudorf