IN KÜRZE

Schellingstraße einspurig Reparieren statt wegwerfen „Gorillas“-Zentrum: Bürger sorgen sich Pläne für den Giesinger Berg

von Redaktion

Das Baureferat führt Straßenbauarbeiten durch: Von heute bis 28. Oktober wird die Schellingstraße im Kreuzungsbereich mit der Türkenstraße für den Autoverkehr daher in Fahrtrichtung Ost einbahngeregelt. Eine Fahrspur entfällt. Fußgänger und Radler können die Baustelle passieren. Für Autos gibt es eine Umleitung.

Am 23. Oktober wird wieder gewerkelt: Im Haus der Eigenarbeit (Wörthstr. 42, Rückgebäude) findet von 13 bis 17 Uhr das Repair Café statt. Ehrenamtler tüfteln gemeinsam mit Gästen an defekten Dingen – egal ob Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik oder Räder. Pro Person nur einen Gegenstand mitbringen. Letzte Anmeldung: 16 Uhr. Ausgeschlossen sind Kühlschrank, Waschmaschine, Mikrowelle, Röhren-TV und Tintendrucker. Das Angebot ist kostenlos.

Ein Liefer-Service bringt Ärger: Das geplante Logistikzentrum des Lebensmittel-Lieferanten Gorillas in der Ex-Postfiliale an der Angererstraße 7d (wir berichteten) sorgt weiter für Aufregung. Bei der Bürgerversammlung in Schwabing-West bekamen gleich drei Anträge gegen die vorgesehene Nutzungsänderung des Gebäudes eine Mehrheit. Die Anwohner sehen in den mit E-Bikes ausgestatteten Gorillas-Kurieren, auch „Rider“ genannt, eine Gefahr für Fußgänger und vor allem Kinder – denn im Umkreis befänden sich mehrere Kindergärten und Schulen. Zudem fürchten die Bürger morgens und abends Lärmbelästigung durch „pausierende, wartende, rauchende, schwatzende Mitarbeiter“. Man solle ein solches Warenlager, in dem auch regelmäßig mit Anlieferfahrzeugen zu rechnen ist, statt in einem Wohnviertel doch „besser in einem Industriegebiet ansiedeln“, heißt es in einem der Anträge. Der Bezirksausschuss hat der Nutzungsänderung in seiner jüngsten Sitzung allerdings bereits zugestimmt, auch weil der Lebensmittel-Lieferant Gorillas die Betriebszeiten an die regulären Ladenöffnungszeiten angepasst hat. Zuvor hatte es eine Unterschriften-Aktion gegen das Verteilzentrum gegeben. dn

Am Giesinger Berg soll an der Kreuzung zur Icho- und Silberhornstraße ein neuer Stadtplatz entstehen – dafür setzt sich Clemens Marschner, Gründer der Initiative Giesinger Kirchplatz (Foto), ein. Jetzt erhält er Unterstützung von CSU und Freien Wählern im Stadtrat: Die Fraktionen fordern, eine Machbarkeitsstudie durchzuführen. Dazu soll der Kirchplatz in die Liste der Projekte für die Internationale Bauausstellung Räume der Mobilität aufgenommen werden. Foto: Schmidt

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