Gewerkschaftsvertreter haben in Bayern am gestrigen Tag der Arbeit mehr Verteilungsgerechtigkeit gefordert. Millionen Menschen müssten wegen der stark gestiegenen Preise bangen, wie sie die Lebenshaltungskosten noch decken könnten, betonten die Redner. Am Münchner Marienplatz demonstrierten nach DGB-Angaben 4500 Menschen unter dem Motto „Ungebrochen solidarisch“, die Polizei sprach von 3500 Teilnehmern. Münchens DGB-Vorsitzende Simone Burger sagte: „Viele Bürger haben keine Rücklagen, auf die sie zurückgreifen können und müssen große Mietsteigerungen schultern.“ Deshalb brauche es deutliche Lohnsteigerungen. Staatliche Grundstücke sollten in München nicht mehr verkauft werden, stattdessen müssten dort bezahlbare Wohnungen entstehen. Burger spielte damit auf einen Immobilien-Deal des Freistaats mit dem Technologiekonzern Apple an. Hauptrednerin auf dem Marienplatz war Maike Finnern, Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Sie bezeichnete den Fachkräftemangel in allen pädagogischen Berufen als Skandal. Er sei das Ergebnis einer „über Jahre hinweg verfehlten Personalpolitik“. Foto: Bachmeier / DGB