Er wollte sie nur darauf hinweisen, dass Rauchen in der U-Bahn verboten ist – das kam ihn teuer zu stehen: Ein Mann (35) ist vergangenen Sonntag von einer Gruppe Jugendlicher zusammengeschlagen und verletzt worden. Wie die Polizei gestern mitteilte, befanden sich der Mann und die Gruppe kurz nach Mitternacht in einem U-Bahn-Zug Richtung Fröttmaning. Einer der Gruppe rauchte eine Zigarette, heißt es im Bericht. Als der 35-Jährige ihn bat, die Kippe auszumachen, brach ein Streit aus. In dessen Verlauf ging die Gruppe auf den Mann los und schlug auf ihn ein. An der Haltestelle Sendlinger Tor stiegen alle Beteiligten aus der Bahn, die Täter flohen, das Opfer blieb bewusstlos auf dem Bahnsteig liegen. Passanten fanden den Verletzten und alarmierten den Rettungsdienst. Der Mann erlitt durch die Schläge eine Gehirnerschütterung, eine gebrochene Nase sowie Schnittverletzungen – woher diese stammen, ist noch unklar.
Nachdem eine sofort eingeleitete Fahndung zunächst erfolglos verlaufen war, meldeten sich einen Tag später drei Tatverdächtige mit Anwalt auf der Wache in Bogenhausen. Es handelt sich um einen 17-Jährigen und zwei 19-Jährige aus München. Nach der Vernehmung wurden sie wieder entlassen.
Zu einer weiteren schweren Prügelattacke in einem Verkehrsmittel war es bereits am Sonntag, 23. April, gekommen: Ein Fahrgast prügelte auf einen Taxifahrer mit afghanischen Wurzeln ein. Zuvor hatten der Gast und sein Begleiter im Taxi auf Ausländer geschimpft. Es kam zum Streit, der Fahrgast schlug dem Fahrer noch während der Fahrt ins Gesicht. Als der Fahrer anhielt, ging die Prügelei weiter. Der Täter floh, der Fahrer erlitt leichte Verletzungen. Von dem Schläger fehlt bislang jede Spur.