Warum sich auf der Straße festkleben, wenn es viel lustiger geht? Noch bis Sonntag findet auf der Theresienwiese das Münchner Klimacamp statt. Dort sind für Klimakämpfer und alle, die es werden wollen, spannende Bildungs- und Kulturveranstaltungen geboten. Zum Beispiel gibt es den Rap-Workshop „Rise and protest“, in dem die Teilnehmer über mehrere Tage lernen, wie sie kritische Rap-Texte verfassen (ab heute 10 Uhr). Ein anderer Workshop trägt den Titel „How to do a Kleingruppenaktion“ (Sonntag, 14 Uhr), ein dritter bietet eine Lastenradl-Fahrschule. Seltene Gelegenheiten: Die Psychologists for Future bieten Therapiesitzungen für Menschen, die der Klimawandel sehr stark beschäftigt (zum Beispiel „Yoga inspired by Nature“, Sonntag, 10 Uhr).
Auch Theaterworkshops, Lesungen und Argumentationstraining stehen auf dem Plan (www.klimacamp-muenchen.org). „Das Klimacamp dient vor allem der Bildung“, sagt Pressesprecher Hagen Pfaff, „deshalb gibt es viele verschiedene Veranstaltungsformate. Außerdem steht Vernetzen und von einander Lernen im Mittelpunkt.“ Natürlich kommt auch der Genuss nicht zu kurz: Im Küchenzelt gibt es morgens, mittags und abends veganes Essen, und am Samstag spielt die Express Brass Band. Höhepunkte sind die Protest-Übernachtung auf der Theresienwiese.
Bis zu 300 Teilnehmer können täglich mitmachen. „Wenn das Wetter jetzt besser wird, wird es sicher voll“, sagt Pfaff. Veranstalter des Klimacamps sind rund zwei Duzend private Münchner Klimaaktivisten. Das Sozialreferat ist Partner des Camps.