Der Ostbahnhof: Die Friedenstraße (re.) soll während der Bauarbeiten durchgängig befahrbar bleiben. © Axel Haesler
Die Deutsche Bahn (DB) hat den Bezirksausschuss Berg am Laim über den Baufahrplan 2026 der 2. Stammstrecke für die Projektabschnitte im Münchner Osten, also Ostbahnhof und Leuchtenbergring, informiert. Hier sind unter anderem unterirdische Spezialtiefbauarbeiten, zum Beispiel für Rettungsschächte, geplant. Zudem wird der Fußgängertunnel West neu gebaut, weil eine Verlängerung der bestehenden Fußgängerunterführung an der Friedenstraße Richtung Werksviertel nicht möglich ist. Die Bahn sichert zu, dass Bahnbetrieb und Fußgängerverkehr die gesamte Bauzeit über aufrechterhalten würden.
Trotz enormer Enge durch die ganzen Bauarbeiten soll die Friedenstraße zudem nie zur Einbahnstraße werden und durchgängig für den Individualverkehr geöffnet sein. Allerdings könne nicht ausgeschlossen werden, dass zur besseren Steuerung der Baustellenlogistik temporäre Ampeln aufgestellt werden müssen und es somit zu gewissen Einschränkungen kommt. Derzeit wird das Verkehrskonzept noch mit dem Mobilitätsreferat überprüft. Ziel sei jedoch, dass die Baufahrzeuge so kurz wie möglich auf der Friedenstraße stehen.
Außerdem soll die unterirdische Querung der Berg-am-Laim-Straße erfolgen. Das passiert in sogenannter Deckelbauweise, bei der erst eine abgestützte Decke entsteht, unter der dann der Aushub erfolgt.
Die Tramstrecke muss für eine zweite Kampfmittelsondierung im Bereich der Haidenau-Unterführung unterbrochen werden. Der genaue Zeitpunkt steht jedoch noch nicht fest.CARMEN ICK-DIETL