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Feldmoching will die SEM Nord stoppen

Die Planungen zur Stadtentwicklungsmaßnahme (SEM) München Nord sollen endgültig eingestellt werden. Das fordert der Bezirksausschuss (BA) Feldmoching-Hasenbergl. Das Gremium stimmte einem Antrag der CSU mehrheitlich zu. Die Planungen zur Fortführung der SEM München Nord stünden nicht im Einklang mit zukünftigen Klimazielen der Landeshauptstadt München, heißt es darin zur Begründung.

„Außerdem wird das Projekt von den Bewohnerinnen und Bewohnern unseres Stadtbezirks entschieden abgelehnt“, betonte BA-Chefin Bettina Obersojer (CSU). „Dies wurde auf den Bürgerversammlungen der letzten Jahre mit entsprechenden Anträgen gegen die SEM München Nord unmissverständlich zum Ausdruck gebracht.“ Das Planungsreferat der Stadt wird daher aufgefordert, die Planungen nicht weiter fortzuführen.

„Die Hitzeperioden dieses Sommers haben sehr deutlich gezeigt, dass die Freiflächen im Münchner Norden für ein gesundes Stadtklima unverzichtbar sind“, heißt es in dem CSU-Antrag weiter. Ausreichend Grünflächen seien wichtig für Luftaustausch, Artenvielfalt und Klimaanpassung. Zudem würden viele alteingesessene Familienbetriebe der Landwirtschaft und des Gartenbaus in ihrer Existenz gefährdet, sollte weiteres Land bebaut werden, argumentieren die Antragsteller. Eine zukünftige Stadtentwicklung müsse „in Einklang mit der Natur“ erfolgen. „Daher ist der Wohnungsbau den Klimaschutzzielen sowie den ökologischen und landwirtschaftlichen Bedürfnissen unterzuordnen.“ In der Debatte wurde neben der ökologischen Bedeutung des Gebiets auch auf die angespannte Grundwassersituation im Stadtbezirk verwiesen. „Die Sicherung der Freiflächen hat für uns oberste Priorität“, sagte Obersojer.

Gegen den Antrag argumentierten Vertreter von Grünen und SPD, die zunächst die Ergebnisse der laufenden Machbarkeitsprüfung abwarten wollen. Im Laufe des kommenden Jahres sollen diese vorliegen. Erst danach sollten weitere Entscheidungen getroffen werden. Zudem könne durch die SEM dringend benötigter Wohnraum sowie zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Am Ende stimmte der BA mit sechs Gegenstimmen von SPD und Grünen mehrheitlich für den Antrag. Die endgültige Entscheidung liegt jedoch beim Stadtrat und dem Planungsreferat.DANIELA FÜRST

Freitag, 2. Oktober 2026
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