Pressestimmen
„Merkel hat klare Augen, sie lächelt fast nie. Sie steht unter Angriff, vor allem aus den eigenen Reihen (…). Innerhalb der CDU scheint die Revolte gegen Merkel jeden Tag mehr wie eine Abrechnung. Der rechte Flügel der Partei ist fuchsteufelswild, weil das zentrale Finanzministerium der SPD geschenkt wurde. (…) Merkel hat nun entschieden, mit einem Interview im ZDF zum Gegenangriff überzugehen. (…) Dies sind gerade vermutlich die schwierigsten Tage der Merkelschen Macht.“
„Abschied bedeutet immer auch Befreiung. Am Freitag fiel eine Last von der Parteiseele, als Schulz auf das Amt des Außenministers verzichtete. (…) Gabriel und die SPD können nicht mit-, aber auch nicht ohneeinander. Er ist der beliebteste Sozialdemokrat, aber mit dem Parteivorstand über Kreuz. Wenn ihm die SPD das Außenamt versagt, katapultiert sie ihren populärsten Kopf in die Bedeutungslosigkeit. Lässt sie ihn dort, wird es parteiintern rumpeln.“
„Bei den beiden größten Parteien spielen sich Königsdramen ab. Erst implodierte die linke SPD, die Schulz aus der künftigen Regierung vertrieb. Und Angela Merkel muss nun alles in ihren Kräften stehende tun, um Nachfolger auf Abstand zu halten. Im ZDF hatte sie Mühe, ihre Interpretation der Lage darzustellen: Nein, behauptete Merkel, die zunehmende Kritik an ihrer Person bedeute nicht, dass ihre Autorität abnehme.“