Brexit-Hardliner Farage tritt bei Wahl nicht an

von Redaktion

London – Der britische Rechtspopulist und Brexit-Hardliner Nigel Farage will nicht bei der Parlamentswahl antreten. Dem Fernsehsender BBC sagte der Chef der Brexit-Partei am Sonntag, er diene „der Sache besser“, indem er „durch das Vereinigte Königreich reist“ und so die 600 Kandidaten seiner Partei unterstütze.

Bei der Wahl am 12. Dezember wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Farages Brexit-Partei und den Tories von Premierminister Boris Johnson erwartet. Farage hatte angekündigt, in jedem Wahlkreis Kandidaten aufzustellen, es sei denn, die Konservativen stimmen einer Brexit-Allianz zu. Das schloss Johnson wiederholt aus. Der ehemalige Chef der rechtspopulistischen Ukip-Partei sitzt im EU-Parlament und scheiterte schon sieben Mal mit dem Versuch, ins britische Parlament einzuziehen. Er kritisiert das Brexit-Abkommen, auf das sich Johnson mit der EU verständigt hat.

Johnson entschuldigte sich derweil in einem Interview mit dem Sender Sky News für die erneute Verschiebung des Brexits. Er sei „sehr, sehr enttäuscht“. Die Verschiebung sei nicht „schmerzhaft wegen der Versprechungen oder meines Egos“, sondern wegen der Unsicherheit für das Land. Eigentlich hatte er versprochen, sein Land am 31. Oktober aus der EU zu führen.

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