Schwere Ausschreitungen in Rom

von Redaktion

Corona-Protest artet in Gewaltakt aus – Angriffe auf Polizisten

Rom – Impfgegner, Rechtsextreme und Randalierer haben bei einer Corona-Demonstration in Rom für schwere Ausschreitungen mit Verletzten und Festnahmen gesorgt. Bei Zusammenstößen mit der Polizei kam es am Samstag zu Angriffen und Handgemengen.

Einige zehntausend Menschen waren am Samstag durch Rom gezogen, um gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung zu protestieren. Nach einer genehmigten Kundgebung an der Piazza del Popolo marschierten die Demonstranten durch die Innenstadt und versuchten immer wieder, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen. Dabei wurden Gegenstände und auch Knallbomben auf die Polizisten geworfen. Einige wollten zum Amtssitz von Ministerpräsident Draghi vordringen, wurden dabei aber von Wasserwerfern der Polizei aufgehalten.

Die Ordnungskräfte setzten Tränengas, Schlagstöcke und Wasserwerfer ein. Die Polizei nahm bis Sonntagmittag zwölf Randalierer fest, darunter die beiden Anführer der rechtsextremen Partei Forza Nuova, Giuliano Castellino und Roberto Fiore.

Vor allem die Erstürmung der Zentrale der Gewerkschaft CGIL schockte die Politik. Demonstranten attackierten Wachleute mit Stöcken und Fahnenstangen und drangen in das Innere des Gebäudes vor. Von einem Akt „faschistischer Gewalt“ und einem „Angriff auf die Verfassung“, sprach CGIL-Chef Maurizio Landini.

In Italien müssen ab 15. Oktober Arbeitnehmer einen „Grünen Pass“ haben, also einen Nachweis der Impfung, Genesung oder eines – zu bezahlenden – negativen Tests. Die Kritiker dieses Passes und Impfgegner machten zuletzt Stimmung gegen die Maßnahme.  dpa

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