Nach seiner Verlegung nach Bayern bleibt der HalleAttentäter Stephan B. ein Sicherheitsrisiko. Auch in der Justizvollzugsanstalt Augsburg-Gablingen soll der Rechtsterrorist in den vergangenen Wochen zwei Gefängnismitarbeiter angegriffen haben, wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet. Demnach werde er als verhaltensauffällig eingestuft und soll mehrfach Psychiatern vorgestellt worden sein. Stephan B. hatte 2019 versucht, die Synagoge in Halle zu stürmen. Der Anschlag scheiterte. Im Anschluss erschoss er zwei Menschen in der Stadt. In der Haftanstalt Burg in Sachsen-Anhalt hatte B. bereits zwei Justizbeamte als Geiseln genommen.
Im EU-Korruptionsskandal darf die ehemalige Vizepräsidentin des Europaparlaments, Eva Kaili, Medienberichten zufolge das Gefängnis unter Auflagen verlassen. Die Griechin dürfe nach rund vier Monaten im Gefängnis ihre weitere Untersuchungshaft mit elektronischer Überwachung im Hausarrest verbringen, berichteten mehrere Medien am Mittwoch.
25 Jahre nach dem Abschluss des Karfreitagsabkommens in Nordirland hat US-Präsident Joe Biden bei einem Besuch in Belfast an die Menschen in der früheren Unruheregion appelliert, den Frieden zu wahren und das Wirtschaftspotenzial der Provinz auszuschöpfen. „Frieden und Wohlstand gehören zusammen“, sagte Biden gestern bei einer Ansprache an der Ulster Universität in der nordirischen Hauptstadt Belfast. „Erhalten Sie den Frieden aufrecht, setzen Sie dieses unglaubliche wirtschaftliche Potenzial frei, das sich gerade erst auftut“, mahnte er. Das Bruttoinlandsprodukt Nordirlands habe sich seit 1998 verdoppelt. „Ich sage voraus, dass es sich verdreifachen wird, wenn sich die Dinge weiter in die richtige Richtung bewegen.“
Das Karfreitagsabkommen von 1998 beendete den jahrzehntelangen blutigen Konflikt zwischen mehrheitlich katholischen Befürwortern der Vereinigung beider Teile Irlands und den überwiegend protestantischen Anhängern der Union Nordirlands mit Großbritannien. Biden würdigte den Mut und die Entschlossenheit der Menschen in Nordirland. „Im Rückblick vergessen wir, wie hart erarbeitet und wie erstaunlich der Frieden damals war“, sagte der Demokrat.
Doch auch ein Vierteljahrhundert nach dem Abschluss des Abkommens hat die Region weiter mit Spannungen zu kämpfen.