„Grönland steht nicht zum Verkauf“, sagt Mette Frederiksen. © dpa
Ankara – Der Streit um Grönland schien zu ruhen, doch US-Präsident Donald Trump macht das Fass wieder auf. Am Rande des Nato-Gipfels in Ankara untermauerte er seinen Anspruch, die größte Insel der Erde unter Kontrolle der USA zu bringen. Eine Übernahme sei der einzige Weg, um Sicherheitsrisiken rund um die Insel langfristig zu begegnen, argumentierte er. „Es hilft Dänemark nicht, aber es hilft uns und es ist sehr wichtig für uns“, sagte Trump. Er blickte auf den Zweiten Weltkrieg zurück: „Als Dänemark von den Nazis in weniger als einem Tag überrannt worden war, hat Hitler sie besiegt.“ Dänemark habe dann die USA gebeten, sich um Grönland zu kümmern. „Das haben wir getan. Und dann haben wir es dummerweise zurückgegeben.“ Nazi-Deutschland hatte Dänemark am 9. April 1940 überfallen. Während der Besatzung wirkten die USA als Schutzmacht Grönlands. 1945 übernahm Dänemark wieder die Kontrolle. Die dänische Ministerpräsidentin erinnerte daran, dass Grönland seither Autonomie genießt, und forderte Trump auf, das zu respektieren. „Grönland steht natürlich nicht zum Verkauf“, machte sie klar. „Natürlich werden wir das Königreich Dänemark verteidigen.“