Wärmepumpen: Das Lamento der Grünen
Regierung dampft Förderung ein
Überraschung! Die Bundesregierung hat sich den Preis für Wärmepumpen angeschaut – und festgestellt, dass die Hersteller sie in Deutschland teurer verkaufen als anderswo auf der Welt. Der Verdacht, dass das an der hierzulande besonders hohen staatlichen Förderung von bis zu 70 Prozent liegt, ist wohl nicht abwegig. Es ist wie beim Tankrabatt: Es füllen sich immer auch die Falschen die Taschen mit dem Geld der Steuerzahler. Beim Sprit haben sich die Grünen darüber mächtig aufgeregt. Bei den Wärmepumpen war dagegen nur Schweigen im Walde.
Es ist richtig, dass Schwarz-Rot die Subventionen für den Umstieg auf „grüne Heizungen“ behutsam zurückfährt, auch wenn die Regierung dafür frühere Zusagen einkassiert. Zu angespannt ist die staatliche Finanzlage, als dass die Merz-Regierung da weitermachen könnte, wo Habeck aufgehört hat. Zwei Milliarden Euro sollen so bis 2030 eingespart werden, bei immer noch gewaltigen Fördermitteln von zwölf Milliarden – im Jahr. Die Hebel, an denen die Regierung ansetzt, sind die richtigen: Sie fokussiert die Hilfen stärker auf Geringverdiener, Familien und auf Käufer europäischer Fabrikate. Das ist alles andere als „verantwortungslos“, wie die Grünen nun zürnen. Das Geldausgeben mit der Gießkanne muss ein Ende haben. Es ist nicht zu erklären, warum die Kassiererin an der Ladenkasse mit ihren Steuern gut situierten Hausbesitzern die neue Heizung mitfinanzieren soll. Neue Wärmepumpen rechnen sich auch so. Erst recht, wenn der Staat endlich eine Energiepolitik betreibt, die die Stromkosten nicht weiter in die Höhe treibt.