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Striktes „Nein“ zur Leihmutter

Fulda – Der Name Jens Spahn fiel nicht. Aber alle Zuhörer wussten, wer gemeint war, als der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck gestern in Fulda für die katholische Kirche ein kategorisches Nein zur Leihmutterschaft erklärte. Bekanntlich musste der frühere Gesundheitsminister Spahn im Juli als Vorsitzender der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion zurücktreten, als öffentlich wurde, dass er und sein Ehemann mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden waren. Vorher hatte er sich vehement gegen Leihmutterschaft ausgesprochen.

Die katholische Kirche ist strikt gegen eine gesetzliche Liberalisierung der Leihmutterschaft, erklärte Overbeck auf der Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz. Eine solche Zulassung sei bei allem Verständnis für die Lebenssituation von Paaren, die sich schmerzlich ein Kind wünschten, eindeutig abzulehnen. „Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, Wunscheltern abzusprechen, ihrem Kind liebevolle und verantwortungsvolle Eltern zu sein“, sagte Overbeck. Man müsse aber über den Einzelfall hinausschauen. Es gehe um mögliche Folgen für Kinder, die beteiligten Frauen und die Gesellschaft. Bei einer Leihmutterschaft werde das Kind zum Objekt eines Vertrages unter Erwachsenen gemacht. Bei den Frauen drohe die Gefahr der Ausbeutung. Das existenzielle Erleben von Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft werde zu einem Vertragsgegenstand. Bezüglich der Organspende sprechen sich die Bischöfe gegen eine Widerspruchslösung aus. Es müsse eine aus freiem Entschluss geleistete Spende sein. Die geplante Widerspruchslösung lehnt die katholische Kirche ab. Organspende an sich aber befürworten die Bischöfe.CM

Freitag, 2. Oktober 2026
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