Riederinger Gemeinderat stellt fest: 250 Gebäude im „Niemandsland“

Breitbandausbau geht voran

von Redaktion

Der Breitbandausbau geht in der großflächigen Gemeinde Riedering voran, war in der vergangenen Gemeinderatssitzung zu hören. Passgenau kam dazu auch die Zuwendung aus dem Finanzministerium. Den Bescheid nahm Riederings Bürgermeister Josef Häusler im Bayerischen Staatsministerium entgegen.

Riedering – In zwei Runden hat die Gemeinde Riedering jeweils eine 80-prozentige Förderung vom Freistaat Bayern für den Ausbau des Breitbandnetzes erhalten, war bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Riedering zu hören. Somit sind bereits die Ortsteile Unter- und Obermoosen und Abersdorf sowie ab 2019 714 weitere Haushalte in den Ortsteilen Moosen, Irnkam, Schralling, Oberachthal, Pietzing, Wolferkam, Wurmsdorf, Parnsberg, Thalham, Pfaffenbichl, Kohlstatt, Baunigl, Schlipfing, Spreng, Tiefenthal, Tinning, Gögging, Holzen und das Gewerbegebiet Niedermoosen an das schnelle Internet angeschlossen.

Iris Lefeber vom Ingenieurbüro Ledermann stellte in der jüngsten Riederinger Gemeinderatssitzung die Möglichkeit eines weiteren Ausbaus der Breitbandversorgung vor. Im Zuge einer beispielhaften Planung habe das Büro im Riederinger Gemeindegebiet „die noch weißen Flecken“ identifiziert. Diese knapp 250 Gebäude befänden sich „quasi im Niemansland“. Von Vorteil sei, dass es ja schon ein Markterkundungsverfahren gegeben habe, sodass ein Auswahlverfahren zügig gestartet werden könne. Es gebe zwei Fördermöglichkeiten, zum einen das vom Freistaat seit 1. Juli aufgelegte Programm „Höfebonus“, das mit bis zu 80 Prozent gefördert werde, und zum anderen ein Bundesprogramm. Letzteres sei aber komplexer und umständlicher. Generell müsste wieder ein Auswahlverfahren gestartet werden, gefolgt von Angebotsfristen, Bewertung, Gemeinderatsbeschluss und Genehmigung des Förderantrags. Alles in allem rechne das Büro mit zwei Jahren bis zum Komplettausbau nach Unterzeichnung des Kooperationsvertrags, aber, so gab Iris Lefeber zu bedenken, das Bayerische Förderprogramm laufe generell Ende 2018 aus, sodass hier Eile geboten sei.

Alle anbinden

Auf Nachfragen aus dem Gremium erklärte Iris Lefeber, dass die Zeiträume immer länger würden und dass eine Einleitung des Förderantrags zum jetzigen Zeitpunkt noch berücksichtigt würde. Auch wenn einige Höfe beispielsweise im Osten des Gemeindegebiets an das Rimstinger Gemeindegebiet angeschlossen seien, so wolle er doch alle Riederinger in das Breitbandnetz einbinden, betonte Bürgermeister Josef Häusler.

Auch einige Gemeinderäte äußerten sich positiv über den Vorschlag. Iris Lefeber ging noch auf die Kostenschätzung ein. Die Grobkostenschätzung habe – ohne Hausanschlusskosten – eine Deckungslücke von rund 1,6 Millionen Euro, mit Hausanschluss 1,9 Millionen Euro ergeben.

Sie empfehle die Variante ohne Hausanschlusskosten, auf die Gemeinde käme somit ein Eigenanteil von 263504 Euro zu. Zudem sei noch der Förderbescheid für eine zwölfmonatige Beratungsleistung in Höhe von 50000 Euro eingegangen.

Programm

„Höfebonus“

Das Programm „Höfebonus“ sollte ausgereizt werden, und dazu könne die Gemeinde die schon beschiedenen Fördermittel aus dem Bundesprogramm nutzen, das mit einem Fördersatz von 50 Prozent den Breitbandausbau fördert. Der Freistaat beteiligt sich hier mit einer Kofinanzierung und hebt damit den Fördersatz auf den des Bayerischen Förderprogramms an. Diesem Beschlussvorschlag schlossen sich die Gemeinderäte einstimmig an. elk

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