Ein Zukunftsbaum am Hilgerhof

von Redaktion

Silberlinde des Landesverbands für Gartenbau und Landespflege gepflanzt

Pittenhart/Niederbrunn – Der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege feiert sein 125-jähriges Bestehen – und beschenkt die Kreisverbände mit Bäumen. So durfte nun der Kreisverband Traunstein eine Silberlinde pflanzen und wählte als Standort einen Platz in unmittelbarer Nähe des neugebauten Schaubienenstands beim Pittenharter Dokumentations- und Begegnungszentrum Hilgerhof.

Bei der Pflanzaktion zusammen mit dem Gartenbauverein Pittenhart erklärte der Vorsitzende des Kreisverbandes Traunstein für Gartenkultur und Landespflege, Florian Seestaller, warum die Silberlinde dort gut hinpasst und welche Aufgaben sie in der Landschaft hat.

Die Silberlinde sei eine gute Bienenweide und vor allem biete sie Bienen, Hummeln und anderen Insekten durch ihre späte Blütezeit im Juli und noch Anfang August süßen Nektar zu einer Zeit, in der blütenbesuchende Insekten nur noch schwierig Nahrung finden. Linden seien aber auch ein wichtiger Lebensraum für andere Tiere, insbesondere Vögel. „Darauf wollen wir mit dem Nistkasten verweisen, der bei dem Baum angebracht wird“, sagte Seestaller. Später werde der Baum selbst Nisthöhlen bieten, auch noch als Totholz, erläuterte er. „Auch die Menschen, die hierher kommen, werden Nutzen von ihm haben, denn er wird einer Bank Schatten spenden.“ Markus Breier, Gartenfachberater am Landratsamt Traunstein, hob die Eigenschaften hervor, die die Silberlinde zum „Zukunftsbaum in Zeiten des Klimawandels“ machten.

Denn die aus Kleinasien stammende Silberlinde ist hitzerobust und hat das als Stadtbaum bereits tausendfach bewiesen.

„Die weiß-filzigen Blattunterseiten werden der Sonne zugewandt und schützen vor Austrocknung“, erklärte Breier.

Als Vertreter des Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege begründete der oberbayerische Bezirksvorsitzende Michael Luckas, warum ein solcher Baum das passende Geschenk ist: „Dieser Baum wird unsere Kinder erfreuen“.

Pittenharts Bürgermeister Sepp Reithmeier dankte dem Landesverband für den Jubiläumsbaum und dem Kreisverband Traunstein für die Standortwahl am Hilgerhof. Als Imker sei er froh, dass der Baum neben dem Schaubienenstand den Bienen helfe. Doch wichtig sei ihm, dass die Linde als Baum der Gemeinschaft so gut zu der Begegnungsstätte Hilgerhof passe, einem Gemeinschaftswerk des Kulturvereins Hilgerhof mit weiteren Pittenharter Vereinen und den Pittenharter Bürgern.

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