45 Jahre nach dem Skandal um Rosi: Skandal um Bobfahrer-Willy!

von Redaktion

Auch das ist eine schöne Tradition auf der Wiesn: Die feiernden jungen Leute tanzen, hüpfen, singen und grölen in den Bierburgen, im Prosecco-Stadl und im Tatzlwurm oft zu Liedern, die deutlich älter sind als sie selbst. Zum Beispiel, wenn sie mit der süßen Caroline (1969) und der skandalösen Rosi (1981) griechischen Wein (1974) in der Schickeria (1982) trinken, völlig losgelöst und schwerelos (1982) auf den Country Roads (1971) und dem Highway to hell (1979) vo daham füa immer fuad (1985) zum Schifoan (1976) nach Fürstenfeld (1984) fahren oder mit Willy Michl owe in den Eiskanal (1984) sausen. Willy wer? Ja, die meisten Jüngeren kennen zwar das Bobfahrerlied, müssen beim Namen Michl aber passen – während der „Isar-Indianer“ bei vielen älteren Herbstfest-Besuchern Kultstatus genießt und für sie zu Bayern gehört wie Karl Valentin, Gerhard Polt oder der Monaco-Franze. Eine Wiesn ohne den Bobfahrer-Evergreen des Bluesbarden – kaum vorstellbar. Und wenn es alle „ned langsam, sondern schnäi“ wollen und es in der Zielkurve „richtig schee“ wird, dann geht’s nicht rauf auf die Bänke, sondern runter auf die Zeltbretter – zur Bobfahrer-Polonaise auf dem Hosenboden. Weniger „schee“ findet der Wiesnigel Ignaz 45 Jahre nach der Rosi den neuen „Skandal um Willy“, der sich im Juli auf der Münchner Leopoldstraße ereignete, als der Liedermacher an seinem 76. Geburtstag bei einer Polizeikontrolle nach dem Alkoholtest (0,0 Promille) vor sechs Polizisten auch noch in einen Pappbecher pinkeln sollte. Da hätte der Isarindianer – stocksauer auf die Münchner Polizei – fast ein „Isarflimmern“ der anderen Art gekriegt und das Kriegsbeil ausgegraben. stl

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