Rosenheim – Martin Hagen, Fraktionsvorsitzender der FDP im Bayerischen Landtag und Abgeordneter für Rosenheim, sagt: „Es freut mich, dass endlich die große Szenarienstudie mit Zahlen vorliegt und ab Juli 2019 die nächsten konkreten Schritte angegangen werden.
Schade, dass diese Analyse erst jetzt vorliegt und dass sie selbst beim Besuch von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer nicht genauer diskutiert werden konnte – das hat die Diskussion erschwert, da die Bürgerinitiativen und der Bundesverkehrsminister auf einem unterschiedlichen Informationsstand waren.
Grundsätzlich ist eine langfristige Planung wichtig und sinnvoll. Szenarien, die eine Situation in über 30 Jahren beschreiben, sind aber immer mit Vorsicht zu genießen. Niemand konnte in den 1980er-Jahren voraussehen, wie unsere Welt heute aussieht.
Ein Planungsstopp ist für die Politik keine Option. Es wäre falsch, eine mögliche Entwicklung in der Region ungeprüft zu ignorieren, zumal die Verkehrsbelastung in Teilen des Landkreises bereits jetzt sehr hoch ist.
Der Brenner-Nordzulauf beschäftigt die Menschen in unserer Region, da es um unsere Heimat geht. Wir brauchen eine Lösung, die dem zukünftigen Verkehrsbedarf gerecht wird und dabei sowohl dem Umweltschutz als auch den Interessen der Anwohner gerecht wird. Entsprechend muss der Dialog von Bürgern und Politik auch weitergeführt werden.