Firma Frischpack: „Fristlos“ Nummer 7

von Redaktion

Mitarbeiterin erhält weitere Kündigungen

Kolbermoor/Tuntenhausen – Der Streit um die Kündigung einer Mitarbeiterin der Tuntenhausener Firma Frischpack wird nicht nur vor dem Arbeitsgericht ausgetragen – sondern seit Monaten auch am Rande der Staatsstraße in Kolbermoor: mit Plakaten auf einem dort abgestellten Anhänger. Initiatoren: die betroffene Mitarbeiterin und ihr Lebensgefährte.

Dem Streit ein Ende setzte auch ein kürzlich gefälltes Urteil vor dem Arbeitsgericht nicht. Der Richter entschied, die fristlose Entlassung ist unwirksam – die langjährige Maschinenführerin muss wieder eingestellt werden. Doch: Frischpack legte nach – und startete eine wahre Kündigungswelle. Unmittelbar nach dem Gerichtsurteil erfolgte eine fristgerechte Kündigung zum 31. Januar. Und ganz aktuell geht es munter weiter: Kündigung Nummer 5 folgte am 8. Juli, fristlos; Kündigung Nummer 6 am 10. Juli, fristlos; und einen Tag später dann das Entlassungsschreiben Nummer 7 – höchstpersönlich von einer Mitarbeiterin der Personalabteilung in den Briefkasten der Kolbermoorerin eingeworfen.

Die Kündigungswelle bestätigte das Unternehmen gegenüber unserer Zeitung. Zu Details wollte man sich indes nicht äußern, aufgrund des laufenden Verfahrens. Nur so viel: Fristen sowie „formaljuristische Hintergründe“ machten die Kündigungen „in dieser Fülle“ erforderlich.Rosi Gantner

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