Rosenheim – Nirgendwo ist die Gefahr einer schnellen Ausbreitung des Coronavirus größer als in Unterkünften mit vielen Bewohnern – wie in Asylbewerber-Unterkünften. Nachdem zunächst zwei Unterkünfte in Rosenheim unter Quarantäne gestellt worden waren, folgten am langen Osterwochenende zwei Einrichtungen im Landkreis, die Unterkünfte in Brannenburg an der Steinbeisstraße sowie in Samerberg am Eßbaum. Die 14-tägige Isolation wurde vom Gesundheitsamt Rosenheim angeordnet, nachdem es in beiden Unterkünften einen intensiven Kontakt mit einer positiv auf das Virus getesteten Person gegeben hatte. Laut Gesundheitsamtschef Dr. Wolfgang Hierl handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Beide Einrichtungen wurden von einem Bauzaun umgeben, innerhalb dessen die Bewohner sich im Freien aufhalten können. Wachleute achten darauf, dass die Quarantäne eingehalten wird. Derweil werden die Bewohner – zwölf in Samerberg, 48 in Brannenburg – mit den nötigen Dingen des Lebens versorgt.
Komplett unter Quarantäne gestellt und mit einem Bauzaun umgeben wurde bereits am Samstag das Gelände der Unterkunft an der Karlsbader Straße in Rosenheim. Nachdem verstärkt Corona-Symptome festgestellt worden waren, wurden Tests vorgenommen. 17 Tests fielen positiv aus. Jeweils vier Sicherheitsmänner achten des Tags wie auch des Nachts darüber, dass niemand die Quarantäne missachtet. Am Sonntag wurden zwei weitere Corona-Fälle in der Unterkunft an der Äußeren Oberaustraße bekannt. Auch diese Unterkunft wurde unter Quarantäne gestellt. we