Traunstein – Ein seit 2018 untergetauchter Asylbewerber (48) aus Algerien ist Beamten der Grenzpolizei Piding am Donnerstagnachmittag bei Traunstein ins Netz gegangen. Der Mann hatte sich dadurch verraten, dass er den Beamten falsche italienische Papiere vorlegte.
Kontrolle auf Höhe Traunstein
Der Fahrgast des Rail-Jet 67 wurde auf der Fahrt von München nach Salzburg auf Höhe Traunstein durch die Schienenfahnder aus Piding einer Kontrolle unterzogen. Um seiner Ausweispflicht nachzukommen, händigte der 48-Jährige seinen italienischen Personalausweis an die Beamten aus und versuchte dabei seine Staatsbürgerschaft mit ein paar Worten auf Italienisch zu untermauern.
Für die Fahnder stand jedoch schnell fest, dass mit dem Personalausweis etwas nicht in Ordnung ist und konfrontierten den Mann mit ihrem Verdacht, dass es sich dabei um eine Fälschung handelt. Alles Leugnen und darauf Beharren, dass es sich um seinen echten Personalausweis handelt, konnte den 48-Jährigen jedoch laut Polizei nicht vor seiner vorläufigen Festnahme retten.
Da auch die anschließende Durchsuchung keine weiteren Personaldokumente zum Vorschein brachte, die die wahre Identität des Mannes belegt hätten, wurde auf der Dienststelle ein Abgleich seiner Fingerabdrücke vorgenommen.
Fingerabdrücke überprüft
Diese Überprüfung ergab, dass es sich bei dem 48-jährigen Mann um einen 2018 untergetauchten algerischen Asylbewerber handelt, der sich seitdem offensichtlich illegal im Bundesgebiet aufgehalten hat. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen und Hinterlegung einer empfindlichen Sicherheitsleistung wurde der 48-jährige Algerier mit einer Anlaufbescheinigung an die für ihn zuständige Ausländerbehörde weitergeleitet.