Söchtenau/Riedering – Es trifft nicht nur Rott: Auch in Söchtenau sind Briefwahlunterlagen verschwunden. In Rott sind mittlerweile 15 Fälle bekannt, in Söchtenau sind es doppelt so viele. Mindestens. „Bei uns haben sich rund 30 Leute gemeldet, die ihre Unterlagen nicht bekommen haben“, sagt Bürgermeister Bernhard Summerer, „ wie viele es noch betrifft, die sich bisher nicht gemeldet haben, wissen wir natürlich nicht.“
Technische Probleme
bei der Anforderung
Es stand schnell fest, dass die vermissten Unterlagen alle am 2.September von der Gemeindeverwaltung zur Post gegeben wurden. Aber bis heute nicht bei den Wahlberechtigten ankamen.
„Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, Kontakt zum Briefverteilungszentrum und zur übergeordneten Stelle in München aufgenommen, um Ursachenforschung zu betreiben. Bisher haben wir von der Post noch keine Rückmeldung, warten aber stündlich darauf“, so Summerer am Mittwochnachmittag.
Klaus-Dieter Nawrath, Pressesprecher der Post, hatte im Fall Rott ein Verschulden seines Hauses ausgeschlossen. Weitere Vorfälle waren ihm zu dem Zeitpunkt nicht bekannt. Unter Umständen müsse man weitere Prüfungen einleiten. Auf die Nachfrage nach den Söchtenauer Wahlunterlagen sicherte er gegenüber der Redaktion sofortige Nachforschungen zu. Die erbrachten bis zum Abend, dass zwei Briefe mittlerweile angekommen sind, einmal wurde der Kunde nicht erreicht und ein Brief wurde tatsächlich fehlsortiert. „Der wird am Donnerstag zugestellt“, so Nawrath. Der Verbleib der anderen Briefe ist noch nicht geklärt. Flächendeckende Probleme bei der Zustellung der Briefwahlunterlagen seien nicht festzustellen.
Auch aus Riedering hatte sich ein Leser bei der Redaktion gemeldet. Dort ist Bürgermeister Christoph Vodermaier und seiner Verwaltung nichts bekannt, dass vom Rathaus verschickte Unterlagen nicht bei Adressat ankamen. „Allerdings hatten wir bis 30.August technische Probleme bei der Anforderung von Briefwahlunterlagen online. Wer sie zuvor beantragt und bisher nicht erhalten hat, soll sich bitte bei uns in der Verwaltung melden, wir kümmern uns umgehend darum“, versichert der Bürgermeister.
Sylvia Hampel