Impfkampagne springt wieder an

von Redaktion

Zentrum verzeichnet bei Erstterminen ein Plus von 55 Prozent

Rosenheim – Es gibt eine gute Nachricht inmitten der vierten Welle der Corona-Pandemie und es gibt eine schlechte. Die gute: Die Impfkampagne in der Region Rosenheim scheint Fahrt aufzunehmen. Und die schlechte Nachricht: Auch durch die steigenden Zahlen im Impfzentrum wird sich eine Verschärfung der ohnehin kritischen Lage in der Gesundheitsversorgung kaum mehr vermeiden lassen. Denn kaum ein Tag vergeht ohne neue Rekorde bei den Inzidenzzahlen. Die Höchststände – gestern stand die Stadt bei 585,0, der Landkreis Rosenheim sogar bei 708,8 – werden sich erfahrungsgemäß erst in ein bis drei Wochen in den Krankenhäusern und in ihren Intensivstationen niederschlagen.

Kräftiger Anstieg
verzeichnet

Seit der vergangenen Woche lassen sich deutlich mehr Menschen impfen. Insgesamt ging die Zahl der Impfungen in sieben Tagen um 58 Prozent nach oben. Viele Menschen, die mit ihrer Impfung gezögert hatten, denken nun um: Bei den Erstimpfungen gab es ein Plus von 55 Prozent. Die Zahl stieg von 890 auf 1381 Impfungen in der Woche. Die Zahl der Auffrischungsimpfungen verdoppelte sich von 1018 auf 2100.

„Man kann auch kurzfristig im Impfzentrum selbst einen Termin erhalten“, sagt Christian Schwalm, Sprecher der Stadt Rosenheim. Aber er erneuert auch den mantramäßig wiederholten Tipp: Wer sich vorher bei Bayimko, www.impfzentren.bayern.de anmelde und einen Termin geben lasse, könne unnötige Wartezeiten vermeiden. Wer mit der Anmeldung online nicht zurecht komme, könne sich auch über die Hotline unter Telefon 08031/3658899 anmelden. Impfzentrumsleiter Hans Meyerl versichert, dass man nach der Registrierung nicht lange auf Termine warten müsse, „die Kapazitäten sind da“. Das Impfzentrum ist derzeit wieder jeden Tag geöffnet, und zwar von 8 bis 17 Uhr, am Donnerstag sogar bis 21 Uhr. Da aber ein gutes Drittel der Impfkandidaten ohne Anmeldung ins Zentrum komme, ließen sich Verzögerungen nicht vermeiden, sagt Meyerl. Lange Staus bildeten sich gestern auch vor dem Testzentrum auf der Loretowiese.

Derweil stauen sich auch die Patienten im Romed-Klinikum. Gestern wurden 106 Menschen mit Covid-19 behandelt, 21 davon auf der Intensivstation. 13 Patienten waren als Verdachtsfälle gemeldet, davon einer auf der Intensivstation. Damit ist die Lage weiterhin angespannt. Wie schon in den vergangenen Wochen müssen immer wieder Patienten in Krankenhäuser in weniger betroffene Gebiete verlegt werden. „Unfälle oder schwere Erkrankungen sollte man derzeit vermeiden“, sagt Dr. Florian Bonke, Allgemeinarzt mit Corona-Schwerpunktpraxis im Inntal – zu sehr seien die Hausärzte derzeit mit Covid-19-Patienten ausgelastet. Er und viele weitere Kollegen appellieren an die Zögerlichen, sich impfen zu lassen.

Ab heute gilt 2G
in der Gastronomie

Währenddessen reagieren Behörden und Einrichtungen mit weiteren Verschärfungen der Corona-Regeln. So gilt ab heute die sogenannte 2G-Regel für die Gastronomie. Diese Regel betreffe die Gastronomie drinnen, bestätigte eine Sprecherin des bayerischen Gesundheitsministeriums, „2G gilt nicht für die Außengastronomie.“

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