Patient weiter in der Klinik

von Redaktion

Mühldorfer hat sich Anfang Juni mit dem Bornavirus infiziert

Mühldorf – Anfang Juni hatte das Landratsamt Mühldorf mitgeteilt, dass im Landkreis Mühldorf erneut ein Borna-Fall aufgetreten ist (wir berichteten). Eine Person aus dem westlichen Landkreis war nach Infektion mit dem äußerst seltenen, aber lebensbedrohlichen Borna-Virus (BoDV-1 – Borna Disease Virus 1) erkrankt.

Die OVB-Heimatzeitungen haben jetzt bei der Behörde nachgefragt, welche Erkenntnisse das Landratsamt Mühldorf im Fall dieser meist tödlich verlaufenden Erkrankung gewonnen hat.

Zum Gesundheitszustand der erkrankten Person – aus Datenschutzgründen gibt es zu Geschlecht, Alter oder Wohnort keine weiteren Informationen von der Behörde – erklärt das Landratsamt: „Die mit dem klassischen Bornavirus BoDV-1 infizierte Person befindet sich weiterhin in stationärer Behandlung.“ Innerhalb der letzten drei Jahre hatte es im Landkreis bereits zwei Borna-Fälle gegeben. „Beide erkrankten Person verstarben infolge der Infektion“, so das Landratsamt.

Wie sich die Person im aktuellen Fall infiziert hat, ist nach Angaben des Landratsames weiter ungeklärt. Laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) kann die Übertragung über die Feldspitzmaus erfolgen. Infizierte Feldspitzmäuse scheiden die Viren unter anderem über Speichel, Urin und Kot aus.

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