Bad Aibling – Am Montag rückt der riesige Bagger an, Dienstag oder Mittwoch soll er dann erstmals zum Einsatz kommen: die Abbrucharbeiten an der Großbaustelle am Bad Aiblinger Marienplatz beginnen. Das bestätigte jetzt Dominic Hierl, einer der Projektleiter bei „Werndl & Partner“, gegenüber dem Mangfall-Boten. Der Bevölkerung verspricht er: „Wir wollen die Beeinträchtigungen so gering wie möglich halten.“
Der riesige, 60 Tonnen schwere, fast neue Bagger, der am Montag im Herzen der Kurstadt anrücken wird, hat nach Angaben von Florian Antretter von der gleichnamigen Erd- und Abbruch GmbH in Brannenburg viele Vorteile für die Anwohner: „Unser Credo ist es, die Arbeiten so gut wie ohne Erschütterungen, Lärm und Staubentwicklung zu erledigen“, sagt der Geschäftsführer. Begonnen wird mit dem Abriss des Sebastianibräu. Währenddessen werden in den anderen Teilen des Gebäudekomplexes die Entkernungsarbeiten fortgesetzt. „Der Bagger beginnt am Dach und wird die Bauteile wie mit einer Pinzette schonend von oben nach unten abtragen“, gewährt Antretter Einblicke.
Doch wie schlimm wird‘s wirklich für die Anwohner? „Natürlich entsteht dabei immer Lärm und Staub“, sagt Hierl, betont aber: „Wir tun alles, um die Bürger so wenig wie möglich zu belasten.“ Auch der Verkehrsfluss solle nicht mehr beeinflusst werden als bislang. Gearbeitet werden wird in der Regel ab 7, 8 Uhr bis höchstens 17 Uhr, samstags „situationsbedingt“. Geplant ist, den Abbruch bis Anfang Dezember zu beenden.
Auf dem Areal, wo bis 2017 unter anderem das Spielwaren- und Modellbaugeschäft „Kinderland“ firmierte und noch bis vor Kurzem geselliger Austausch beim Sebastianibräu herrschte, soll anschließend das neue „Lichtspielhaus“ mit Wohn- und Gewerberäumen sowie der Wirtschaft „Flötzinger am Platz“ entstehen (wir berichteten).
Mathias Weinzierl