Senioren entdecken Start-up „Makerspace“ Rosenheim

von Redaktion

Hauskrankenpflegeverein Rosenheim ermöglicht Austausch zwischen den Generationen

Rosenheim – Der Hauskranken-Pflegeverein Rosenheim blickt auf 110 Jahre Erfahrung zurück. Um Senioren die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, besuchte eine Gruppe nun das Start-up „Makerspace“ und lernte dort neue Techniken wie den 3D-Druck kennen.

Laut dem Verein bilden Angestellte, mehr als 700 Mitglieder sowie eine breite ehrenamtliche Unterstützung die Grundlage für die Betreuung älterer und hilfsbedürftiger Menschen im Stadtgebiet. „In den Anfangsjahren wurde der Verein durch die Begleitung von Ordensschwestern getragen, heute sind wir auf gemeinsames Handeln angewiesen“, erklärt der Vereinsvorsitzende und ehemalige Zweite Bürgermeister Anton Haindl.

Zu den Betreuungsangeboten des Vereins zählen wöchentliche Besuchsfahrten in zwei Gruppen von bis zu zehn Personen. Ehrenamtliche Fahrer holen die Mitglieder in gesponserten Fahrzeugen aus dem gesamten Stadtgebiet ab. So erkunden die Teilnehmer die Stadt, besuchen Ausstellungen oder erfahren Neues aus der Gegenwart.

Zuletzt führte eine Besuchsfahrt zum Start-up-Unternehmen „Makerspace“ in der Herzog-Otto-Straße in Rosenheim, das von Christian Schneider und Julius Busch betrieben wird. Christian Schneider erläuterte das Konzept: „Wir bieten die Möglichkeit eines konsumfreien Raumes, in dem man töpfern kann, sich handwerklich als Schreiner verwirklichen oder den Umgang mit der Nähmaschine lernen kann. Oder indem man die neue Technik des 3D-Druckers ausprobiert.“ Zudem könne man in den Räumlichkeiten künstlerisch und kreativ arbeiten, lernen oder Produktentwicklung betreiben.

Das Angebot richtet sich laut den Betreibern an Studenten für vorbereitende Arbeiten, Arbeitslose auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, Berufswechsler sowie technisch auszubildende Personen. Bundesweit soll es rund 500 gleiche oder ähnliche Einrichtungen geben – zu günstigen Umlagekosten oder gegen eine kleine Entschädigung. Finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung oder von Unternehmern sei dabei hilfreich.

Betreut von Pflegedienstleiterin Nina Schneider und Helga Spiegelsberger, besichtigten die Gäste die Räumlichkeiten. Besonderes Interesse fanden dabei die Fertigkeiten am 3D-Drucker und an der Töpferscheibe. Vorsitzender Anton Haindl, der den Nachmittag begleitete, fasste die Zielsetzung des Hauskranken-Pflegevereins zusammen: Neues erfahren, Teil der Gesellschaft bleiben und nicht ausgegrenzt sein. Eines der nächsten Ausflugsziele ist die Moorlandschaft in Nicklheim mit der Möglichkeit, die Lorenbahn zu erleben.

Thomas Schwitteck

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