Street-Art mit dem Radl erkundet

von Redaktion

Auf den Spuren internationaler Street-Art-Künstler haben sich am Dienstag, 14. Oktober, einige Teilnehmer bei einer Radrundfahrt durch Rosenheim begeben. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Abuzar Erdogan erkundeten sie die bunten Fassaden des Festivals „transit art 2026“.

Rosenheim – Nicht auf den Spuren der Rosenheim-Cops, sondern auf den Spuren diverser Künstler, die im Rahmen des Kulturfestivals „transit art 2026“ Wände und Fassaden in Rosenheim bemalten, befand sich die Leiterin der Städtischen Galerie Rosenheim, Monika Hauser, mit einigen Gästen vor einigen Tagen.

Idee entstand in
Corona-Zeiten

Wenn die Frage auftaucht, ob man Rosenheim kennt, wird zumindest ein Großteil der Bürger diese mit einem Ja beantworten. Stellt man aber die Frage, inwieweit die Stadt und auch die Umgebung bezüglich der künstlerischen Gestaltung einen hohen Bekanntheitsgrad haben, dann wird es wahrscheinlich schon schwieriger, eine positive Antwort zu bekommen.

Licht ins Dunkel wollte die Städtische Galerie unter der Leitung von Monika Hauser bringen, die im Rahmen des siebten Kulturfestivals „transit art 2026“ zu einer Radrundfahrt geladen hatte, an der neben dem Kulturreferenten Wolfgang Hauck sowie dem Direktionsbeauftragten der „meine Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim eG“, Jens Köhler, auch Oberbürgermeister Abuzar Erdogan sowie weitere Radfahrer teilnahmen.

Die Idee, solche Veranstaltungen durchzuführen, kam Monika Hauser zu Corona-Zeiten. „Es gab vorher schon Street Art Aktionen. Seit 2011 arbeite ich in diesem Bereich. Es war schon immer das Thema für Menschen, die sich ausprobieren wollen. Flächen zu finden, war anfangs sehr anstrengend. Wir haben gebettelt. Wir sind am Anfang auf Schulen, Firmen und Einrichtungen zugegangen. Street Art wurde als eine Art Vandalismus verstanden, nicht aber als Kunst. Aber mittlerweile kommen die Anfragen zu uns. Wir bekommen Bewerbungen aus der ganzen Welt. Wir laden die Künstlerinnen und Künstler dann ein und überlegen uns, welche künstlerische Handschrift auf die jeweilige Wand passt.

Gerüste und alles was man dazu sonst noch braucht, organisieren wir. Ohne Unterstützung der Volksbank Raiffeisenbank, um bei Jens Köhler zu bleiben, gäbe es aber keine Street Art. Die gesamte Veranstaltung wird durch die Bank finanziert.“ Sie erklärte auch, dass man städtische Wände zur Verfügung gestellt bekomme und deshalb auch sehr gerne mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (GRWS) zusammenarbeite.

Erdogan zeigte sich von den Leistungen der Künstler durchaus angetan. Dass das Street-Art-Festival einzigartig ist, weil man Künstler aus aller Welt nach Rosenheim holen kann, blieb daher nicht unerwähnt. „Man will Platz für Tourismus und Ausflugsziel sein, aber auch Standort für Kunst, die zum Denken beziehungsweise zu Diskussionen anregt“, erklärte er, der in Sachen perfektes Mural keinen Favoriten nannte.

Die Besuche bei den diversen Künstlern wie beispielsweise bei Simon Schacht und Christian Schlosser, die als Kollektiv ATR Crew auftreten und derzeit eine Wand der Johann-Rieder-Turnhalle bemalen, zeigten einen OB, der sich auch für Details der Kunst interessiert.

Zwischenzeitliche
Regengüsse

Der Tross der Radfahrer, der sich durch zwei zwischenzeitliche Regengüsse nicht von der laufenden Radtour abbringen ließ, zog nach dem Besuch bei der ATR Crew noch zu weiteren Stationen wie dem Duo Amazonas, Nean und Ciclope AR, bis die Tour bei der Frankfurter Künstlerin Hera ihren Endpunkt fand. Auch sie gab Einblicke in ihre Arbeit, die sie nach ihrer Ankunft in Rosenheim an der Städtischen Realschule für Mädchen beginnen wollte. Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung, die für Freunde der Street-Art-Szene sicherlich eine Bereicherung darstellen dürfte.

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