IN KÜRZE

Abele findet Fußball „superlangweilig“

von Redaktion

Biathlon

Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier ist gut drei Wochen vor dem Saisonstart wieder ins Training eingestiegen. Die 25-Jährige absolviert seit dieser Woche moderate Einheiten, um sich langsam an höhere Belastungen zu gewöhnen. Die siebenfache Weltmeisterin reist am Samstag aber nicht mit der Mannschaft zum letzten Vorbereitungslehrgang im norwegischen Sjusjoen. Wann die Ausnahme-Skijägerin aus Garmisch-Partenkirchen wieder in den Weltcup zurückkehrt, ist nach wie vor offen. Die neue Saison beginnt am 26. November im slowenischen Pokljuka. Mitte Oktober hatte Dahlmeier eine Zwangspause genommen, ihr Immunsystem war durch hohe Trainingsintensität geschwächt, zudem hatte sie sich bei einem Radunfall im Juli eine Schnittverletzung am Oberschenkel zugezogen.

Nach dem Skandal um mutmaßliches russisches Staatsdoping werden bis mindestens 2022 keine Biathlon-Wettkämpfe in Russland stattfinden. Das gab der Weltverband IBU bei der Veröffentlichung der Wettkampfkalender für 2020 bis 22 bekannt. Die IBU vergibt Wettkämpfe nur an Länder, die dem Code der Welt-Anti-Doping-Agentur entsprechen. Das ist bei den Russen nach wie vor nicht der Fall. Kommende Woche reisen der neue IBU-Präsident Olle Dahlin und ein Teil des Vorstandes nach Moskau. In dem Treffen sollen dem russischen Verband die Kriterien für eine erneute Vollmitgliedschaft aufgezeigt werden.

Sportpolitik

Die Spitzensportförderung des Bundes steigt nach Angaben der Unionsfraktion im kommenden Jahr um rund 65 Millionen Euro. Das teilte Frank Steffel, der Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, als Ergebnis der Haushaltsberatungen 2019 gestern in Berlin mit. „Wir halten Wort und unterstützen den Deutschen Olympischen Sportbund und die Verbände bei der Umsetzung der Leistungssportreform“, sagte Steffel. Im laufenden Jahr liegt die Förderung bei 193 Millionen Euro. Ein wesentliches Ziel der Spitzensportreform sind mehr olympische Medaillen.

Leichtathletik

Zehnkampf-Europameister Arthur Abele geht davon aus, dass das Interesse am Fußball in  Zukunft ein Stück weit abnehmen wird. „Fußball läuft mittlerweile fast jeden Tag, das wird auf Dauer superlangweilig und nimmt dem Ganzen ein wenig die Attraktivität“, sagte der Leichtathlet dem Onlineportal t-online.de.  Der 32-Jährige sieht Chancen für seine eigene Sportart. „Das müssen wir nutzen, den Blickwinkel der Zuschauer öffnen und ihnen zeigen, was unser Sport zu bieten hat“, erklärte er. Die Leichtathletik-EM in Berlin bezeichnet Abele als „kleinen Achtungserfolg gegen die Großmacht Fußball“.

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