FUSSBALL IN KÜRZE

Mancini: Ein Tag, zwei Verträge

von Redaktion

Der Videobeweis feiert möglicherweise noch in dieser Saison Premiere in der Champions League. Nach Angaben der BBC diskutiert die UEFA seit Wochen darüber, den eigentlich erst für die kommende Saison geplanten Start vorzuziehen. Die Entscheidung könnte Anfang Dezember bei der nächsten Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees bekannt gegeben werden, berichtet die BBC. In der Königsklasse war es zuletzt zu mehreren Fehlentscheidungen gekommen. Erst am Mittwoch hatte Manchester City gegen Schachtjor Donezk einen Foulelfmeter erhalten, als Nationalspieler Raheem Sterling nach einem Tritt in den Rasen zu Fall gekommen war. Dafür hat sich Sterling zwar offiziell entschuldigt („Ich weiß nicht, was passiert ist, ich habe keinen Kontakt gespürt“), doch das nutzt den Ukrainern wenig. Nach dem 0:2-Rückstand war das Spiel praktisch entschieden.

Real Madrids Kapitän Sergio Ramos hat sich nach einem Ellenbogenschlag im Champions-League-Spiel in Pilsen (5:0) bei seinem Gegenspieler Milan Havel entschuldigt. „Fußball lehrt dich viele Dinge. Ich hätte heute nicht so in den Zweikampf gehen dürfen“, schrieb der 32-Jährige auf Twitter und ergänzte: „Es war nicht meine Absicht, dich zu verletzen. Gute Besserung!“ Ramos hatte Havel in einem Laufduell mit dem Ellbogen getroffen, der Tscheche ging daraufhin mit blutender Nase zu Boden und wurde kurz vor der Pause ausgewechselt. Schiedsrichter Deniz Aytekin (Oberasbach) ahndete die Situation nicht.

Hat sich Roberto Mancini, 53, in seiner Zeit als Coach von Manchester City Teile seines Gehalts über einen Club in Abu Dhabi auszahlen lassen? Das behauptet zumindest „Der Spiegel“ und beruft sich auf Dokumente, die dem Nachrichtenmagazin im Rahmen der Football-Leaks-Enthüllungen zugespielt wurden. Der heutige italienische Nationaltrainer schloss demnach an einem Tag gleich zwei Verträge ab: einen als City-Coach, einen als Berater des Al Jazira Sports and Cultural Club in der Arabian Gulf League. Hinter beiden Klubs stand Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan. Der Spiegel schließt aus dem internen Mailverkehr, dass Mancini sich „zu diesem Zeitpunkt also offenbar einen Teil seines Trainergehalts auf Umwegen über Al Jazira bezahlen“ ließ und das angebliche „Consulting“ des arabischen Vereins womöglich nur ein Vorwand war.

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