EM in Gefahr: U 21 geht in Belgien unter

von Redaktion

Früher Platzweis und am Ende eine 1:4-Klatsche – DFB-Junioren droht erster Quali-K.o. seit 2011

Löwen – Die Aufarbeitung des Debakels begann noch auf dem Platz. Mit hängenden Köpfen versammelten sich die deutschen U21-Junioren um Trainer Stefan Kuntz. Zuvor hatte die Auswahl des DFB mit 1:4 (1:1) gegen Gastgeber Belgien verloren, wodurch die Tabellenführung in der EM-Qualifikationsgruppe 9 verspielt war.

Mike Ndayishimiye (19., 60./Foulelfmeter) per Doppelpack, Charles De Ketelaere (51.) und Lois Openda (76.) trafen beim Geisterspiel in Löwen für Belgien. Für die DFB-Elf, die nach einer Roten Karte gegen Amos Pieper ab der 18. Minute in Unterzahl auskommen musste, erzielte Lukas Nmecha (31./Foulelfmeter) den zwischenzeitlichen Ausgleich.

„Die Enttäuschung ist maximal groß“, sagte Mittelfeldspieler Dennis Geiger: „Die Rote Karte war ein großer Knackpunkt.“ Auch Trainer Kuntz ärgerte sich über den „unnötigen“ Platzverweis: „Wenn ich nicht hinterherkomme, lasse ich den Stürmer eben ins Eins-gegen-Eins gegen meinen Torhüter gehen. Er macht maximal das 1:0, aber wir spielen mit elf Mann weiter. Zu zehnt hatten wir keine Chance.“

Schon das Hinspiel gegen Belgien hatte das DFB-Team verloren – 2:3. Neben den neun Gruppensiegern fahren zwar auch die fünf besten Zweiten zur EM-Endrunde im kommenden Jahr in Ungarn und Slowenien. Nach der zweiten Niederlage im fünften Spiel dieser Qualifikation könnte der deutsche Nachwuchs aber auch erstmals seit 2011 eine EM verpassen.

Belgien ist mit zehn Punkten Tabellenführer, die deutsche Auswahl hat neun Punkte, Dritter ist Bosnien-Herzegowina (acht Zähler) bei einer mehr absolvierten Partie. Für die U 21 geht der Kampf um das EM-Ticket im Oktober mit den Partien in Moldau und gegen Bosnien-Herzegowina weiter.

Die Entscheidung fällt spätestens am 17. November im Heimspiel gegen Wales. „Jetzt haben wir drei Endspiele, die wir gewinnen müssen“, sagte Kuntz. Nico Schlotterbeck pflichtete seinem Coach bei: „Die ersten 20 Minuten stimmen mich positiv. Ich denke, wir kriegen das noch hin.“  dpa, sid

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