Kovac, der Flick-Förderer

von Redaktion

Ex-Bayern-Coach brachte Hansi Flick als Trainer ins Gespräch und verdiente am FCB-Triple

München – Niko Kovac (48) hat durch den Champions-League-Sieg des FC Bayern abkassiert, obwohl er längst entlassen war.

Im Vertrag des ehemaligen Münchner Trainers war eine solche Prämie verankert, wie der Kroate der „Sport Bild“ bestätigte. Freilich hätte Kovac auch ohne diesen monetären Anreiz in der Königsklasse zu seinem Ex-Arbeitgeber gehalten. „Ich habe nicht wegen der Prämie die Daumen für Bayern gedrückt, sondern weil ich es den Menschen im Verein gegönnt habe“, meinte Kovac. „Der Hansi hat es toll gemacht, die Jungs haben super gespielt. Ich bin nicht der Mensch, der sagt: Nach mir soll es schlecht laufen. Ich habe allen aus tiefstem Herzen gratuliert.“

Seinen Anteil an diesem Erfolg hatte der Coach des AS Monaco eben auch. Aus sportlicher Sicht, weil er die Bayern in der CL-Gruppenphase zu den Siegen gegen Belgrad (3:0), Tottenham (7:2) und Piräus (3:2) führte. Zudem sorgte Kovac laut eigener Aussage dafür, dass der spätere Triple-Coach überhaupt an der Säbener Straße landete.

„Hansi Flick war mein Gedanke. Damit bin ich zu meinem Bruder Robert und zu Uli Hoeneß gegangen. Uli hatte denselben Gedanken, da waren wir uns dann schnell einig“, sagte Kovac und stellte klar: „Ich bin nicht neidisch auf Hansi, im Gegenteil: Ich habe ihn mit ins Boot geholt, also konnte ich am Ende doch meinen Teil beitragen.“

Flick hatte den FCB-Dampfer nach Kovacs Aus im November 2019 in beeindruckender Art wieder auf Kurs gebracht. Kovac sagt über die Vergleiche mit seinem Nachfolger: „Vergleiche hinken immer. Hansi hat es klasse gemacht, Punkt, aus. Die Mannschaft hat die komplette Rückrunde nicht verloren, 100 Tore geschossen. Die Art und Weise, wie die Mannschaft Fußball gespielt hat, trägt seine Handschrift.“  jau

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