Ein Netzwerk für den Nachwuchs
Der EHC kooperiert künftig mit drei Clubs
Ein Toptalent für Riessersee: RB-Goalie Bolle. © IMAGO
München – Knapp drei Wochen noch, dann beginnt beim EHC Red Bull München die Vorbereitung. Ginge es nach Sportchef Christian Winkler, könnte der Betrieb schon laufen. Der Profikader ist seit einigen Tagen komplett. Und ganz aktuell haben Winkler und Kollegen noch die Nachwuchsförderung nachjustiert.
Statt bisher einem hat man künftig ein Netzwerk von drei Partnerclubs, bei denen die U23-Talente Spielpraxis sammeln können. Ganz vorn dran: Zweitligist Memmingen Indians. Darunter zwei Oberligisten. Neben den bewährten Tölzer Löwen auch wieder der SC Riessersee. Die Idee ist klar: Man kann den Talenten nun die Chance bieten, auf unterschiedlichem Niveau Spielpraxis zu sammeln. „Unsere Nachwuchs-Akademie ist das Herzstück unserer Organisation“, sagt Winkler, „aber die Talente, die von dort kommen, brauchen die Möglichkeit, viele gute Minuten zu sammeln.“
Torhüter-Rohdiamant Max Bolle etwa und der aus Landshut losgeeiste Luis Becker sollen sich mit Förderlizenzen in Riessersee in den Profibetrieb hineinfinden und sich an das DEL-Niveau herantasten. Schlussmann Matthias Bittner soll, wie im Vorjahr, in Tölz Tore verhindern. „Ich vergleiche das mit dem Skifahren“, sagt Winkler. „Wer zu den Profis kommt, der steht zunächst nur am Start. Wir versuchen, bestmöglich zu helfen. Aber wie die Abfahrt verläuft, entscheidet jeder Spieler selbst.“
Sieben Spieler im U23-Kontingent
Sieben Spieler umfasst das U23-Kontingent des EHC derzeit. Und der Nachschub dürfte nicht lange auf sich warten lassen. „Gerade die Jahrgänge 2010 und 2011 sind außergewöhnlich stark“, berichtet der Red-Bull-Eishockeychef. In beiden Jahrgängen hat die Akademieauswahl souverän die tschechische Meisterschaft für sich entschieden.RP