Privatschulen liegen im Trend

von Redaktion

Hohe Schülerzahlen auch in Bayern

Privatschulen haben in Deutschland deutlichen Zulauf – mit konstanten oder weiter steigenden Schülerzahlen in fast allen Bundesländern. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur im Sommer 2019 ergeben. Jeder elfte Schüler lerne inzwischen in einer Privatschule.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Nordrhein-Westfalen kritisierte, auch der schlechte Zustand vieler öffentlicher Schulen habe zu der steigenden Privatschulnachfrage beigetragen. Die Politik müsse diesem Trend entgegenwirken. Und trotzdem sprechen die steigenden Zahlen der Privatschüler eine eigene Sprache.

Jeder elfte Schüler
in Privatschule

In Bayern gingen im Schuljahr 2018/19 knapp 146800 Kinder und Jugendliche in eine der 625 Privatschulen. Das macht einen vergleichsweise hohen Anteil von 11,7 Prozent aus. Im benachbarten Bundesland Baden-Württemberg hat die Zahl der Privatschüler einen Höchststand erreicht. Rund 106800 Schüler besuchten eine allgemeinbildende Privatschule – das sind 0,8 Prozent mehr als noch im Schuljahr zuvor.

Zu Privatschulen gehören etwa Waldorf- und Montessorischulen oder Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft. Sie müssen allesamt staatlich genehmigt werden und haben eine „heterogene Schülerschaft“, wie der Verband Deutscher Privatschulverbände betonte. .dpa

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