Trennung als Chance

von Redaktion

Raumteiler sorgen für immer neue Perspektiven in der Wohnung

Paravents schaffen neue Räume. Sie machen die Atmosphäre im Wohnzimmer gemütlicher, indem sie eine Fläche in kleinere Bereiche gliedern. Oder sie schaffen Orte, die bestimmten Dingen vorbehalten sind, etwa die Arbeitsecke im Schlafzimmer, die man vom Bett aus nicht sehen möchte. Zusätzlich kann das Material für eine Verbesserung der Akustik sorgen, indem mit Stoff bespannte Paneele Geräusche dämpfen. Zusammengefasst: Gerade in den modernen offenen Grundrissen sind Raumteiler ein spannendes und praktisches Möbelstück.

Dünn wie ein Buch
oder lang wie ein
VW Golf

Wahlweise Papier oder ein Textil nutzen Stephanie Forsythe und Todd MacAllen für ihren Raumteiler Softwall – ein ebenso ästhetisches wie zweckmäßiges Modell aus einer Wabenstruktur. Sie kann man wie eine Ziehharmonika auseinanderziehen und wieder zusammenschieben: Eine einzelne Faltwand ist komprimiert gerade mal so dick wie ein Buch, aber bei voller Ausdehnung bringt sie es auf gut 4,5 Meter Länge. „Man kann diese bewegliche Wand gekrümmt oder linear aufstellen“, erklärt MacAllen. „Darüber hinaus haben wir das System modular gedacht, es verfügt über magnetische Enden, um längere Trennwände und skulpturale Installationen zu ermöglichen.“ Softwall ist nicht nur leicht beweglich, sondern absorbiert auch Schall.

Wahlweise Raumteiler
oder Büro-Nische und
Garderobe

Der klassischen Vorstellung eines Paravents entsprechen Varianten mit drei, vier oder fünf Elementen, an denen sich Haken, Ablagen oder Spiegel befestigen lassen. Auch das Modell Paravan für Arper setzt auf extra Funktionen -– an den Raumteiler lassen sich zum Beispiel Regale, Garderoben-Elemente, Whiteboards, Zeitschriftenhalter und Steckdosen hängen. Das spanische Studio Lievore Altherr hat rund um Paravan sogar eine umfangreiche Kollektion entworfen, die sich dank ihrer lärmabsorbierenden Paneele besonders gut für Co-Working Spaces oder Loungebereiche eignet. Aber welche Familie im offenen Grundriss hat nicht die gleichen Bedürfnisse?

Mehr Kunst als
Raumteiler

Einen vor allem dekorativen Charakter besitzt der Raumteiler Loto. Von Weitem betrachtet sieht Francesco Rotas Entwurf für das Unternehmen Paola Lenti aus, als würden sich lauter Blütenköpfe aneinanderreihen. Tatsächlich handelt es sich um abgerundete quadratische Stahlrahmen in Sockeln aus Marmor, die mit Seilen in den verschiedenen Farben umwickelt sind – so entsteht der blumenartige Effekt. So mancher Raumteiler hat sich bereits zum Klassiker gemausert.

Der Raumteiler als das
Bühnenbild im
Hintergrund

Eine Reminiszenz an die Wiener Moderne ist der Paravent Josef von Wittmann. Auf seinen vier Elementen kommen Stoff und Leder in uni und gestreift zum Einsatz.

Das wohnliche Modell eignet sich, um Möbel davor zu inszenieren. Ein weiterer Klassiker entspricht dem Zeitgeist: Brick Screen von Eileen Gray, aus einem Edelstahlgerüst und Paneelen mit Klavierlack.

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