Dürfen Katze und Hund mit ins Bett?

von Redaktion

Zur Frage, ob sich Bello und Mieze nachts ebenfalls ins Bett kuscheln dürfen, geben Tierfreunde ein klares Meinungsbild ab. Der Aussage „Wenn es nach mir geht, darf mein Tier im Bett schlafen“ stimmen laut Statista 56,6 Prozent der Tierbesitzer voll zu, weitere 12,4 Prozent signalisieren eher ihre Zustimmung. Das bedeutet eine Zweidrittel-Mehrheit zu einem Thema, das sowohl unter Fachleuten als auch Tierhaltern hoch emotional diskutiert wird.

Wie viel Nähe darf es
sein?

„Für Hunde ist es ein natürliches Verhalten, möglichst nahe bei Frauchen und Herrchen zu ruhen. Schließlich sind sie Rudeltiere, die gezielt Gemeinschaft und Nähe suchen. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass sie ins Bett müssen“, erklärt Nadine Giese-Schulz vom Fachhandelsunternehmen Das Futterhaus. Ein eigener Rückzugsort wie ein Körbchen oder eine Decke in der Nähe würde ebenso angenommen werden. Empfehlenswert ist es für Tierhalter, sich frühzeitig zu entscheiden, ob sie Hund oder Katze im Bett haben wollen. Tieren diese Gewohnheit später wieder abzutrainieren, kann ein schwieriges Unterfangen werden.

Nadine Giese-Schulz erklärt weiter: „Das gemeinsame Schlafen kann gerade bei Katzen eine engere Beziehung fördern. Bei einigen Hunden kann der Platz im Bett Anlass sein, die geltende Rangordnung infrage zu stellen.“

Die Bettfrage sollte individuell mit Blick aufs Tier getroffen werden.

Wenn die Entscheidung gefallen ist, Katze oder Hund ins Bett zu lassen, sollten Tierbesitzer in jedem Fall auf eine gute Hygiene achten. Neben einer regelmäßigen Floh- und Zeckenprophylaxe ist es ratsam, häufig die Bettwäsche zu wechseln. Noch ein Tipp: Wer einen unruhigen Schlaf hat, sollte sich gut überlegen, ob die tierische Bettgemeinschaft wirklich gewünscht ist. Sie kann die eigene Nachtruhe stören, besonders Katzen sind nachts häufig aktiv. djd

Artikel 9 von 11