Mehr als nur Dublin: Irlands schönste Städte

von Redaktion

Abseits der bekannten Metropole bieten Irlands sogenannte „Second Cities“ attraktive Alternativen für Städtereisende. Fünf Beispiele, warum sich ein Blick in die zweite Reihe lohnt.

1. Galway

Bunt, lebendig und direkt am Atlantik gelegen, gilt Galway als kulturelles Herz im Westen Irlands. Straßenmusik, kleine Theater, Galerien und Festivals prägen das Stadtbild entlang des Flusses Corrib. Die kompakte Innenstadt lädt zum Flanieren ein, traditionelle Pubs treffen auf zeitgenössische Kunst, und das rege Treiben auf den Straßen spiegelt die kreative Energie des Ortes wider. Nur wenige Minuten vor den Toren der Stadt eröffnet sich eine der eindrucksvollsten Naturlandschaften Irlands: die wilde Connemara-Region mit ihren Mooren und zerklüfteten Bergen. Ebenfalls schnell erreichbar sind die imposanten Cliffs of Moher sowie der Burren mit seiner kargen Kalksteinlandschaft.

2. Cork

Cork versteht sich selbstbewusst als Irlands „echte Hauptstadt“. Und tatsächlich ist es leicht zu verstehen, warum dieses windige, kosmopolitische Fleckchen im Südwesten des Landes eine so große Hingabe bei seinen Bewohnern auslöst. Die Stadt liegt an der Mündung des River Lee in den Atlantik und verbindet kosmopolitisches Flair mit entspannter Wohlfühlatmosphäre. Herzstück ist der English Market, einer der ältesten überdachten Märkte Europas, der die kulinarische Vielfalt der Region widerspiegelt. Zahlreiche Cafés, kleine Brauereien und Restaurants prägen die junge, genussorientierte Stadtkultur. Gleichzeitig ist die Südküste nur einen Katzensprung entfernt. In Cobh erzählt die „Titanic Expe-

rience“ die Geschichte des tragischen Untergangs des Schiffs und der Passagiere. Warum hier? Während ihrer Jungfernfahrt lag die Titanic vor Queenstown (heute Cobh) auf Reede. Es war also der letzte Hafen, den sie anlief. Whiskeyliebhaber dürfen auf keinen Fall die Jameson Distillery Midleton verpassen.

3. Kinsale

Klein, farbenfroh und direkt am Atlantik gelegen, gilt Kinsale als eine der spannendsten Genussadressen Irlands. Der pittoreske Hafenort ist bekannt für exzellente Meeresfrüchte-Restaurants, kreative Küche und eine lebendige Gastroszene. Spaziergänge entlang der Küste, Segelboote im Hafen und der Blick auf den Atlantik prägen das Stadtbild ebenso wie die kulinarischen Angebote. Wer weiter hinaus möchte, folgt dem idyllischen Scilly Walk entlang der Küste bis zum beeindruckenden Charles Fort, einer sternförmigen Festungsanlage aus dem 17. Jahrhundert mit Blick über Hafen und Bucht. Auch die erste Met-Brennerei Irlands namens Kinsale Mead lohnt einen Besuch. Schon seit über 200 Jahren wird hier die Spezialität produziert. Zudem ist Kinsale Startpunkt des „Wild Atlantic Way“, der 2.500 Kilometer langen Küstenstraße entlang Irlands Westen. Kinsale verbindet damit städtische Atmosphäre mit unmittelbarer Nähe zu Natur, Meer und Geschichte.

4. Derry/Londonderry

Ein Spaziergang entlang der Stadtmauern zeigt auf den ersten Blick: Derry, offiziell Londonderry, atmet Geschichte. Die Stadt erhielt unter anderem die Auszeichnung „City of Peace“ der Vereinten Nationen. Die Initiative fördert laut Gründer J. Frederick Arment den globalen Frieden und unterstützt das Wohlbefinden aller Gemeinschaften. Entlang des Flusses Foyle verbindet die zweitgrößte Stadt Nordirlands ihre bewegte Vergangenheit mit einer modernen Kulturszene: Es gibt Museen, geführte Rundgänge auf der vollständig umlaufenden Stadtmauer und zeitgenössische Kunstprojekte. Und als Gastgeber eines der größten Halloween-Spektakels in Europa, genannt „Derry Halloween“, ist die Stadt stolz auf ihre Gruseltradition. 2026 feiert


das vier Tage und vier Nächte dauernde Event im Oktober 40-jähriges Bestehen. Akrobatik, Streetfood, Zirkusspaß und mehr warten auf die Besucher.

5. Limerick

Am River ­Shannon gelegen, hat sich Limerick in den vergangenen Jahren neu erfunden. Dank zusätzlicher Verbindungen zum nahen Shannon Airport ist die Stadt künftig noch leichter erreichbar: So wird sie direkt von Frankfurt angeflogen. Limerick dient als Ausgangspunkt für naturnahe Erlebnisse – per Rad entlang des Flusses oder entspannt vom Wasser aus. Bootsfahrten auf dem Shannon und in dessen Mündung starten direkt in der Stadt, für längere Touren kann man sich ab Portumna ein Hausboot mieten. Historische Wahrzeichen wie King John’s Castle runden das vielfältige Angebot ab. Amw/Tourism Ireland

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