Sie gehören zum Frühsommer wie kaum eine andere Frucht. Doch hinter der Erdbeere steckt längst mehr als nur Saisongefühl. Ein Blick auf die wichtigsten Zahlen zeigt: Der Anbau verändert sich – spürbar und nachhaltig.
Mit rund 3,6 Kilogramm pro Kopf jährlich zählen Erdbeeren zu den beliebtesten Früchten in Deutschland. Ein Großteil davon wird innerhalb weniger Wochen gegessen – entsprechend hoch ist der Druck auf die Ernte in der Hauptsaison.
Große Nachfrage –
weniger Erdbeeren
Im klassischen Freilandanbau zeigen sich zunehmend Herausforderungen. In Bayern wurden 2025 rund 10.300 Tonnen Erdbeeren geerntet – spürbar weniger als in den Jahren zuvor. Auch bundesweit geht die Anbaufläche zurück und liegt aktuell bei etwas über 8.000 Hektar. Die Zahlen verdeutlichen: Der Anbau im Freien bleibt stark von Wetter und Bedingungen abhängig – mit entsprechend schwankenden Ergebnissen. Gleichzeitig gewinnt der geschützte Anbau an Bedeutung. Auf vergleichsweise kleiner Fläche entstehen hier mittlerweile große Teile der Ernte. 2025 kamen aus diesem Bereich rund 48.000 Tonnen Erdbeeren – ein deutliches Plus.
Auffällig ist das Verhältnis: Nur etwa ein Fünftel der Fläche liefert inzwischen mehr als ein Drittel der Gesamtproduktion. Der Trend geht klar in Richtung kontrollierter Anbaubedingungen.
Zahl der
Betriebe sinkt
Parallel dazu sinkt die Zahl der Betriebe leicht. Der Anbau konzentriert sich zunehmend auf größere oder spezialisierte Betriebe. Für Verbraucher spielt neben der Verfügbarkeit auch die Herkunft eine Rolle. Heimische Erdbeeren gelten als streng kontrolliert und profitieren von kurzen Transportwegen. Gleichzeitig wird Importware häufiger kritisch betrachtet. Importware gerät dagegen häufiger in die Diskussion, etwa bei Fragen zu Rückständen oder Umweltbelastung.