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Comeback als Hybrid

Scheinbar schnell: Honda hat den Prelude – hier lackiert in Racing Blue Pearl – wieder ins Programm genommen, bremst den Hybrid aber bei maximal 188 km/h ein. HONDA

Scheinbar schnell: Honda hat den Prelude – hier lackiert in Racing Blue Pearl – wieder ins Programm genommen, bremst den Hybrid aber bei maximal 188 km/h ein. HONDA

Alltagserfahrungen mit dem Sportcoupé Honda Prelude

Sportcoupés gehören zu einer aussterbenden Gattung. Umso bemerkenswerter, dass Honda nach knapp 25 Jahren wieder den Prelude anbietet. Wir waren mit dem hybridgetriebenen Japaner unterwegs.

Lob: Für das Design gab es viel Lob und oft anerkennendes Lächeln aus anderen Fahrzeugen. Hat man den tiefen Einstieg geschafft und im wohlkonturierten Fahrersitz Platz genommen, kann man den Blick aufs Cockpit lenken. Das ist eher konservativ gestaltet, und man kann sich sofort voll aufs Wesentliche konzentrieren.

Der Zweiliter-Vierzylinder nimmt dank zusätzlichem E-Motor geräuschlos die Tätigkeit auf. Sobald man das Ortsschild hinter sich lässt, darf das Kraftwerk mit einer Leistung von 184 PS loslegen – und man hat ein erstes Aha-Erlebnis, denn der 1545 Kilogramm schwere Prelude erweist sich als gar nicht so sportlicher Sportler. 8,6 Sekunden sind für den Normsprint angegeben und auf der Autobahn ist bei 188 km//h Schluss. Bei niedrigerem Tempo ist er durchaus spritzig und hat dank 315 Nm maximalem Drehmoment einen guten Durchzug. Seine Stärken spielt er auf Landstraßen aus. Bei kurvigem Verlauf glänzt er mit exzellentem Handling, bei ruhigerem Streckenverlauf ist man entspannt und genussvoll unterwegs.

Bei den Alltagsaufgaben muss man dem Konzept Tribut zollen. Der Einstieg auf die zwei hinteren Notsitze ist eigentlich niemandem zumutbar, der Kofferraum ist sehr lang, aber nicht hoch und Ladegut muss über eine 80 Zentimeter hohe Kante gewuchtet werden. 264 Liter passen normal, 760 Liter im erweiterten Zustand hinein. Und parken sollte man unbedingt so, dass man die weit aufschwingenden Türen gefahrlos öffnen kann.

Kritik: Der Prelude ist zwar sehr elegant geschnitten, hat aber eine deutlich eingeschränkte Sicht nach schräg hinten, sodass es zu gefährlichen Begegnungen mit anderen Verkehrsteilnehmern kommen kann.

Kosten: Die Verbrauchswerte lagen je nach Fahrweise zwischen knapp unter fünf Litern auf 100 Kilometern und deutlich über sechs Litern. Der Listenpreis des Honda Prelude beträgt 49.500 Euro, einziger aufpreispflichtiger Posten ist die Lackierung Racing Blue Pearl für 1.350 Euro.

Fazit: Mit dem Honda Prelude erhält man ein Sportcoupé, das nicht extrem sportlich ist und bei dem man im Alltag Abstriche in Kauf nehmen muss. Dafür sind Entspannungs- und Spaßfaktor sehr hoch. V. PFAU

Freitag, 2. Oktober 2026
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