So langsam altern E-Auto-Batterien wirklich
Batterie-Check: Bei gebrauchten Elektroautos ist die Kapazität des Akkus ein wichtiges Kaufargument.
Studie bescheinigt den Akkus nach 150.000 Kilometern mehr Kapazität als die Hersteller versprechen
Das große Fragezeichen bei den Batterien gebrauchter Elektroautos ist ihre Kapazität. Wie weit der in die Jahre gekommene Stromer noch fahren kann und wie voll er lädt, kann man nicht auf den ersten Blick feststellen. Der Diagnoseanbieter Aviloo hat nun einen Report zur verbleibenden Kapazität veröffentlicht, der auf Basis von mehr als 500.000 Batterietests erstellt wurde.
Die Daten von 20 Modellen wurden zwischen 2022 und 2026 in Europa, Nord- und Südamerika, Australien und Asien erfasst. Gemessen wurde der sogenannte State of Health (SoH), der angibt, wie viel der ursprünglichen Kapazität eine Batterie noch hat. Im Mittel liegt der SoH nach 50.000 Kilometern bei knapp 95 Prozent, nach 150.000 Kilometern sind es im Schnitt rund 91 Prozent.
Bei den einzelnen Modellen schnitten der Mercedes EQA und der BMW i4 mit jeweils 93,6 Prozent SoH nach 150.000 Kilometern am besten ab, gefolgt vom Hyundai Ioniq 5 (92 Prozent). Am unteren Ende der Skala lagen der Nissan Leaf ZE1 mit 87 Prozent, dem allerdings sein relativ kleiner Akku, der viele strapaziöse Ladevorgänge notwendig macht, diesen Platz beschert.