Urlaub auf dem Land ist gefragt

von Redaktion

UN-Organisation legt Prognose für den Sommerurlaub vor

München – Die Welttourismusorganisation UNWTO rechnet damit, dass die internationalen Besucherströme heuer um 70 Prozent sinken werden. Das sei der größte Einbruch seit Beginn der Aufzeichnungen in den 50er-Jahren, sagte UNWTO-Chef Zurab Pololikashvili gegenüber dem „Handelsblatt“. Die Prognose basiert auf der Annahme, dass die Länder ab August nach und nach ihre Grenzen öffnen. Der UNWTO-Chef erwartet, dass mehr Urlauber im eigenen Land bleiben werden, „allein schon, weil die Airlines erst ab Ende Juli, Anfang August wieder ihre vollen Kapazitäten einsetzen“. Zudem würden Reisende Ziele abseits des Massentourismus suchen. „Es wird einen Boom bei Reisen in ländliche Gebiete geben. Spanien hat bereits 70 Prozent aller Reservierungen für Destinationen auf dem Land erhalten“, sagte er. Die UNWTO ist eine Tochter der Vereinten Nation (UN).

Die Einschätzungen decken sich mit der Bayerntrend-Umfrage des BR: Demnach plant nur jeder fünfte Bayer einen Sommer-Urlaub innerhalb Europas. Fast die Hälfte (44 Prozent) will gar nicht verreisen. Jeder dritte Bayer plant Urlaub im eigenen Land.

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