USA warnt Studenten

von Redaktion

Online-Hochschülern droht Abschiebung

Washington – Ausländischen Studenten in den USA droht die Ausweisung, wenn ihre Universitäten ab Herbst Corona-bedingt nur noch Online-Kurse anbieten. Studenten, die sich mit Visa des Typs F1 oder M1 in den USA aufhielten und ein Online-Studium in Vollzeit absolvierten, dürften nicht im Land bleiben, erklärte die US-Einwanderungsbehörde ICE. Die Studenten müssten entweder das Land verlassen oder sich an einer Hochschule einschreiben, an der Präsenz-Unterricht stattfinde, hieß es in der ICE-Erklärung. Hochschulen, die den Unterricht teils im Internet und teils vor Ort fortsetzten, müssten ihren ausländischen Studenten überdies einen Nachweis ausstellen, dass diese in so vielen Präsenz-Unterrichtseinheiten wie möglich eingeschrieben seien. Den Studenten drohten andernfalls Abschiebeverfahren sowie weitere Maßnahmen.

Rund 5,5 Prozent der Studenten in den USA sind Ausländer. Die Studiengebühren, die sie bezahlen, machen einen wichtigen Teil der Einnahmen an vielen Universitäten des Landes aus – im Jahr 2018 trugen ausländische Studenten laut dem Institut of International Education rund 44,7 Milliarden Dollar zur US-Wirtschaft bei. Die meisten internationalen Studenten in den USA stammen aus China, Indien, Südkorea, Saudi-Arabien und Kanada.

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