Schüler retten Mädchen das Leben
Kultusministerin dankt Helfern nach Amoklauf von Schongau: „Echte Helden“
Schongau – Nach der Amoktat in Schongau hat Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) gestern das betroffene Gymnasium besucht und dort jede erdenkliche Unterstützung zugesichert. Zugleich bedankte sie sich ganz speziell bei den zwei Lehrkräften, die den mutmaßlichen Täter überwältigten, und bei den Schülerinnen und Schülern, die den beiden schwer verletzten Mädchen sofort zu Hilfe eilten. „Eines der Mädchen wäre sehr wahrscheinlich verblutet, wenn sie das nicht gemacht hätten. Also die haben ihr wahrscheinlich das Leben gerettet“, sagte Stolz. „Das sind echte Helden für mich.“
Der mutmaßliche Täter (16) wurde in Untersuchungshaft genommen. Ein Ermittlungsrichter erließ am Donnerstag Haftbefehl wegen zweifachen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung. Der 16-jährige Kroate war den Sicherheitsbehörden bereits bekannt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Wegen zweier Vorfälle aus dem Jahr 2025 habe die Staatsanwaltschaft München II gegen ihn ermittelt, weil er unter anderem Mitschüler bedroht und in Sozialen Netzwerken Amokläufe verherrlicht haben soll.
Der ehemalige Schüler des Gymnasiums hatte am Mittwoch zwei 13 Jahre alte Mädchen durch mehrere Stiche in den Oberkörper mit einem Messer schwer verletzt. Die Mädchen befinden sich nicht mehr in Lebensgefahr. Der Polizei zufolge soll der Tatverdächtige neben einem Messer auch eine Schusswaffe mit sich geführt haben, aus der auch einmal geschossen worden sein soll. Polizeikreisen zufolge soll es sich dabei um eine Waffe aus dem Darknet handeln, die mit einem 3D-Drucker gefertigt worden ist.