Guttenburg – Keine Zeit zum Altwerden hat Otto Sagerer, der jetzt seinen 80. Geburtstag feierte. Sein „Rentnerleben“ ist voll bestückt mit Hobbys jeder Art. Als Hersteller von Holzeisstöcken und besonderen Geschenkartikeln aus Holz ist er weitum bekannt. Er drechselt für sein Leben gern. „Den Hoizstaub brauch i“, meint er schmunzelnd. Im Sommer wird gegartelt, im Herbst gemostet. Und die Fischweiher brauchen Pflege.
Eine besondere Liebe gilt den Stockschützen. Er gründete den EC Frauendorf und führte den Verein 34 Jahre lang. „Wenn i do zruckdeng, wia ois ogfangt hot, der Bau der Asphaltbahnen mit der Stockschütznhüttn und des Schiaßn in der Anfangszeit. Es war aa schene Zeit.“
Sein Leben begann am 12. November 1937 in Frauendorf. Dort wuchs er mit einem Bruder und zwei Schwestern auf. Nach der Schulzeit war er als Knecht beschäftigt, danach arbeitete er in der VAW in Töging. „Lehrstoina hots zur damaligen Zeit net vui gebn.“ Später war er als Raupenfahrer im Straßenbau tätig, bis er zum Bauunternehmen Rigam in Mühldorf wechselte und bis zum Eintritt ins Rentenalter blieb. Wenn ihn die Firma brauchte, war er auch danach immer noch zur Stelle.
1957 lernte er beim Tanzen in Wanglbach Agnes Lentner aus Gars/Bahnhof kennen, verliebte sich in sie. 1960 wurde geheiratet. Die Geburt der Tochter Brigitte krönte den gemeinsamen Lebensweg. Das eigene Heim in der Frankingerstraße bezog die junge Familie 1964.
Der Sagerer Otto ist ein Frauendorfer geblieben. Wie beliebt er im Dorf ist, zeigen die vielen Gratulanten, zu denen auch Bürgermeister Dr. Herbert Heiml, die Stockschützen und die Chefs der Firma Rigam gehörten.fim