Grünes Licht für Fischbetrieb am Kumpfmühlbach

von Redaktion

Seit erstem Antrag auf Vorbescheid sind fünf Jahre vergangen – Entnahme von Bachwasser muss verträglich geregelt werden

Kraiburg – Fünf Jahre hat es gedauert, seit dem ersten Antrag auf Vorbescheid. Jetzt hat der Marktgemeinderat den Bauantrag eines Fischzüchters aus Niedernbayern befürwortet, der am Kumpfmühlbach eine sogenannte Hälteranlage für Lebendfische errichten will.

Wie Bürgermeister Herbert Heiml (CSU) erklärte, hing die Genehmigung am Wasserwirtschaftsamt. Das Problem: Für den Betrieb auf dem ehemaligen Kumpfmühlanwesen muss das besonders nährstoffarme Wasser, das für bestimmte Tierarten der ideale Lebensraum ist, aus dem Bach in die Becken abgeleitet und dann wieder dem Bach zugeführt werden. Dies geschieht nach seinen Worten nun etwas weiter bachabwärts als ursprünglich geplant. So wurde die Genehmigung möglich.

Der Bürgermeister begrüßt dies ausdrücklich. Denn damit komme nicht nur ein Gewerbebetrieb nach Kraiburg. Die neue Halle mit Hälter- und Aufzuchtbecken sowie Werkstatt- und Lagerräumen, die ein völlig marodes Bestandsgebäude ersetzt, werde die Einfahrt nach Kraiburg auch optisch verbessern.

In der Hälteranlage werden heimische Fische wie Forellen oder Saiblinge aus den eigenen Zuchtanlagen des Antragstellers auf den Lebendverkauf oder die Schlachtung vorbereitet. Die Tiere verbleiben nur einige wenige Tage in den Becken.

Es sei dort kein Schlachtbetrieb, stellte Heiml auf Anfrage der Dritten Bürgermeisterin Anneliese Schuster (CSU) klar.

Mit einer Gegenstimme von Dr. Ludwig Kamhuber (CSU) leitete das Gremium den Antrag ans Landratsamt weiter. Kamhuber, dem die Fischereirechte eines Teils des Kumpfmühlbaches gehören, bemängelte, dass der Antragsteller bis heute nicht mit ihm Kontakt aufgenommen hat.hg

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