Die Verkehrswende ist zum einen dem Klimaschutz geschuldet und damit eine global vorangetriebene Entwicklung. Zum anderen droht der Stadt der Auto-Kollaps. Da bleibt als Lösungsmöglichkeit nicht viel übrig.
Die Frage ist, wann das auch der letzte Bürger kapiert hat und sich nicht gegen moderne Entwicklungen stellt. Für die Verkehrswende ist in erster Linie jeder Bürger selbst verantwortlich: weniger Individualverkehr per Pkw, mehr Rad und wo es geht ÖPNV. Der wiederum muss nicht nur in der Stadt mit möglichst kurzen Taktraten funktionieren, sondern auch mit den Nachbargemeinden und vor allem der Bahn gut vernetzt sein. Ob das jetzt ein Stadtbus ist, Ruftaxis oder sonst was – das werden die finanziellen und technischen Möglichkeiten zeigen.
Anfangs wären ein einheitlicher Tarif, ein klar verständliches Verbundsystem und lesbare Fahrpläne ein Schritt nach vorn. Letztlich hilft nur der Blick über die Stadtgrenzen hinaus. Es wird nur gemeinsam gehen – am besten auf einer Basis mit dem Freistaat, beispielsweise ein wahres Bayern-Ticket, auch wenn das kostet. Es wird immer noch billiger sein als die Klimaschäden.
Es hilft nur wenig, große Parkflächen, Parkhäuser außerhalb der Innenstadt zu schaffen, mehr Ladesäulen oder Wasserstoff-Tankstellen. Das dient vielleicht dem Einstieg in den Kollaps-Ausstieg. Sagt ja keiner, dass man kein Auto mehr haben soll.
Wichtig ist aber, der Schalter im Kopf eines jeden einzelnen – bei welcher Fahrt kann ich aufs Auto mal verzichten.