160 Freiwillige räumen in Wasserburg auf

von Redaktion

Ein unerwarteter Ansturm von 160 statt 50 Helfern machte die „Aktion saubere Stadt“ in Wasserburg zu einem vollen Erfolg. Die Freiwilligen sammelten rund 50 Säcke Müll und sorgten für ein sauberes Stadtbild.

Wasserburg – Anstatt der angemeldeten 50 Personen fanden sich plötzlich 160 Helfer ein. Ein großer „Ramadama“ wurde veranstaltet. Die „Aktion saubere Stadt 2026“ war eine Generalsäuberung, die die Stadt wieder ein Stück weit sauberer dastehen lässt.

In aller Herrgottsfrüh
am Bauhof

Die sprunghafte Teilnehmersteigerung war auf viele Freiwillige, insbesondere Familien, zurückzuführen, die der Umwelt spontan etwas Gutes tun wollten. Im Gegensatz zu Vorjahren waren weniger die üblichen Vereine und Organisationen vertreten. Möglicherweise gab auch das schöne Frühlingswetter den finalen Motivationskick, um sich am vergangenen Sonntag in aller Herrgottsfrüh am Bauhof einzufinden.

Nach der Einweisung rückten die Helfer mit Bollerwagen, Kind und Kegel aus. Ausgestattet mit Zange und Müllsack, voller Tatendrang und gut eingepackt gegen die morgendliche Kälte, durchkämmten sie das Stadtgebiet. Was dabei alles aufgelesen wurde, war nicht unbekannt und sicherlich nicht appetitlich: unter anderem der übliche Autoreifen, ein im Inn versenktes Fahrrad, ein verrosteter Einkaufswagen, E-Zigaretten, Coffee-Cups sowie Verpackungs- und Wohlstandsmüll in Hülle und Fülle.

Von den 160 Freiwilligen, die nach einem von der Bauverwaltung festgelegten Sammelplan das Stadtgebiet nach Unrat durchkämmten, landeten nach gut drei Stunden rund 50 prall gefüllte Müllsäcke im Sammelcontainer des Bauhofs. Dort werden sie auf geordnetem Weg verwertet und nicht, wie vorgefunden, achtlos oder vorsätzlich in der Umwelt entsorgt. Müllbrennpunkte waren der Bereich im Gewerbegebiet Tegernau sowie das Gebüsch um den Festplatz am Badria. Die übrigen Sammeltrupps waren nur unwesentlich weniger gefordert.

Einhelliger Tenor war, dass die Aktion Not tat. Die Mehrzahl der Teilnehmer hatte sichtlichen Spaß an der Arbeit, und die Kinder waren mit Feuereifer dabei. Nicht zuletzt, weil man etwas für das Miteinander und speziell für die Umwelt getan hatte. „Das war geil! Wann sammeln wir wieder?!“, so eine Stimme von vielen. Dennoch waren sich alle einig: Die eigentliche Lösung wäre die Müllvermeidung. Daher freut sich die Stadtverwaltung auch darüber, dass Maria Trottmann und die Schulklassen der Grundschule Reitmehring demnächst aus Eigeninitiative heraus in ihrem Stadtbereich einen „Müll-Ramadama“ starten. Auch andere Schulen agieren in vergleichbarer Weise. Dies sind Vorzeigeprojekte, die wortwörtlich „Schule machen“ sollten. Denn die Überlegung der Verantwortlichen ist: Wer einmal gesammelt hat, wirft nichts mehr unüberlegt in der Umwelt weg.

Starke Unterstützung für
eine saubere Stadt

Zur „Aktion saubere Stadt“ hatte wiederholt der Verein Rio Konkret im Benehmen mit der städtischen Bauverwaltung aufgerufen. Hervorzuheben ist der Verpflegungszug des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) der Bereitschaft Wasserburg um Zugführer Norbert Pache.

Innerhalb nur einer Stunde hatten die Kräfte anstatt der angemeldeten 50 Mahlzeiten lagebedingt 160 „gezaubert“. Dies verdient Respekt, und geschmeckt hatte es allen Sammlern sichtlich. Die Wärmeboxen waren nach der Verpflegung leer. Die Getränke spendierte traditionell die Brauerei Forsting und dieses Jahr erstmals auch die Firma Getränke Bachmaier.

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