Rechtmehring – Künftig wird es bei den Gemeinderatssitzungen in Rechtmehring etwas enger. Da die Einwohnerzahl der Gemeinde auf über 2.000 gewachsen ist, sitzen nun 14 statt bisher zwölf Gemeinderäte im Rathaus.
Erstmals leitete die neue Bürgermeisterin Irmgard Daumoser die konstituierende Sitzung. Als Erstes bedankte sie sich bei der gesamten Gemeinde für ihre Wahl, die mit 93 Prozent ein mehr als eindeutiges Ergebnis für sie brachte. Die insgesamt sieben neuen Gemeinderatsmitglieder wurden vereidigt und sprachen im Chor die Eidesformel.
Irmgard Daumoser ging es auch um die Sitzungskultur. Sie wolle im Grundsatz das bisherige Vorgehen weiterführen. Das bedeute, neben den Wortbeiträgen der Gemeinderatsmitglieder seien auch vereinzelt und nach Aufforderung oder Erlaubnis Beiträge aus dem Besucherkreis möglich oder geduldet. Ob eine vorherige „Bürgerviertelstunde“ eingeführt werde, werde zu gegebener Zeit entschieden. Als Zweite Bürgermeisterin schlug Daumoser Susanne Spätt vor. Franz Linner lehnte im Vorfeld bereits ab, da er dies aus zeitlichen und beruflichen Gründen nicht darstellen könne. Bei der geheimen schriftlichen Wahl erhielt Susanne Spätt 13 Stimmen; eine Stimme entfiel auf Anton Hanslmeier, bei einer Enthaltung. Franz Linner wurde ohne Gegenstimme zum Stellvertreter der beiden Bürgermeisterinnen gewählt.
Da die Gemeinde Rechtmehring mit der Gemeinde Maitenbeth eine Verwaltungsgemeinschaft bildet, gibt es das Gremium der Gemeinschaftsversammlung. Jeweils vier Vertreter der beiden Gemeinden bilden diese Versammlung. Aus Rechtmehring sind dies Irmgard Daumoser, Susanne Spätt, Anton Hanslmeier und Klement Manzinger. Im Schulverband Rechtmehring-Maitenbeth und im Schulverband Haag vertreten Irmgard Daumoser und Susanne Spätt die Gemeinde. Der Rechnungsprüfungsausschuss besteht künftig aus Martin Haslberger, Christine Empl, Alexander Köbinger und Walter Fußstetter. Der Haushalts- und Finanzausschuss besteht neben Irmgard Daumoser und Susanne Spätt aus Franz Li ner, Christine Empl und Martin Haslberger. Als Seniorenbeauftragte wurden Anton Hanslmeier und Hans Kneißl gewählt. Jugendbeauftragte ist nun Carola Paulus.
Um Energiethemen kümmert sich im Wesentlichen neben dem ausgeschiedenen Hans Bernhard wieder Helmut Mittermaier. Standesbeamtin bleibt Irmgard Daumoser und als Vertreterin nun auch Susanne Spätt. Dem bisherigen Bürgermeister Sebastian Linner wurde der Titel „Altbürgermeister“ verliehen. Ebenso wurde er zum Ehrenbürger ernannt. Alle Wahlen und Ernennungen waren ohne Gegenstimme.
Nachdem nun in Rechtmehring beide Bürgermeisterpositionen mit Frauen besetzt sind, überreichte Franz Linner als Dritter Bürgermeister den beiden zur Begrüßung einen Blumenstrauß.