Prinz Harry und Meghan Markle heiraten ohne Politiker

von Redaktion

London – Lange war es ein Rätsel: Wen werden Prinz Harry und Meghan Markle zu ihrer Hochzeit einladen? Jetzt sorgten sie für eine Überraschung. Der Prinz und die US-Schauspielerin werden keine Politiker einladen. Das teilte der Kensington-Palast mit. Die Regelung gelte sowohl für Politiker aus Großbritannien als auch aus anderen Ländern.

Das Paar bricht damit mit einer Tradition. Zu den 600 Gästen gehören demnach nur Menschen, zu denen sie eine besondere Beziehung haben. US-Präsident Donald Trump und die britische Premierministerin Theresa May haben keine Einladungen erhalten. Medien berichten, dass auch der frühere US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle nicht auf der Gästeliste stehen. Zu beiden hat Harry (33) einen guten Draht. Die beiden Paare wollen sich unabhängig von der Hochzeit treffen, heißt es. Prinz Harry und Meghan (36) wollen sich am 19. Mai auf Schloss Windsor westlich von London das Jawort geben. Die Auswahl der Gäste soll auch mit dem Platz in der St.-Georgs-Kirche zu tun haben und der Tatsache, dass Harry derzeit nur der Fünfte in der Thronfolge ist.

Erst am Montag hatten die beiden bekannt gegeben, dass sie keine Geschenke wollen, sondern um Spenden für sieben Wohltätigkeitsorganisationen bitten. Darunter ist ein Projekt, das Frauen in indischen Slums hilft.

Im Vorfeld der Hochzeit sprudeln auch anderweitige die Einnahmequellen. Am Donnerstag kommt eine Biografie Markles in die Läden. Verfasser ist der britische Autor Andrew Morton, der 1992 mit „Diana: Her True Story – In Her Own Words“ („Diana – Ihre wahre Geschichte in ihren eigenen Worten“) einen Weltbestseller landete.

In „Meghan, A Hollywood Princess“ schildert Morton Harrys künftige Frau als von dem Wunsch beseelt, eine neue Diana zu werden. Ninaki Priddy, eine Freundin aus Kindertagen, kommt zu Wort: „Sie war schon immer von der Königsfamilie fasziniert. Sie will Prinzessin Diana 2.0 sein.“ Familienfreunde erinnern sich, dass die 36-Jährige in Diana „Vorbild“ gesehen habe – als Stilikone und wegen ihres humanitären Engagements. Mit tränennassen Augen habe sie die Beerdigung Dianas 1997 am Fernseher verfolgt.

Allerdings verweist Morton auch auf einen Unterschied: Diana, die als 20-Jährige die Frau von Prinz Charles wurde, sei schüchterner gewesen. „In gewisser Weise war die vorbereitete und kameraerfahrene Frau Markle die Art von Frau, die Diana immer werden wollte.“ Markle wird als karrierebewusste Frau beschrieben, die Freundschaften auf ihrem Weg opferte. Markle sei eine Netzwerkerin, stets darauf bedacht, Freundschaften im Dienste ihrer Karriereplanung zu schließen.

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